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Am Freitag, 28. Mai wurden die Isnyer Jungstörche Peponi und Valentino von der Storchenbeauftragten des Regierungspräsidiums Tübingen, Frau Ute Reinhardt, beringt.
Mittels eines Spezialkrans wurden gegen 11:30 Frau Reinhardt und Ihre Helfer zum 30m hoch gelegenen Nest auf dem Rathausdach in Isny gefahren. Die Altstörche verharrten lange im Nest, um ihren Nachwuchs zu schützen, zogen es dann aber doch vor, alles aus sicherer Entfernung zu betrachten. Storchenmama Julia beobachtete das Geschehen von der Sirene am anderen Ende des Daches aus, während Storchenpapa Romeo über dem Nest kreiste. Die Jungstörche verfielen in Akinese, eine Starre, die sie vor Feinden schützen soll.
Die beiden Jungstörche wurden gewogen und untersucht. Trotz der kalten und feuchten Witterung in den ersten Maiwochen sind sie bei guter Gesundheit. Danach wurden beide mir einem Kunststoffring am rechten Fuß zur Identifikation versehen. Dabei trägt Peponi die Nummer A9345 und wiegt 2,7 kg, Valentino trägt die Nummer 9346 und wiegt 1,9 kg. Der Gewichtsunterschied kommt aus den unterschiedlichen Geburtstagen zustande, da der schwerere Jungstorch am 27. April geschlüpft ist, der andere einige Tage später.
Die Aktion wurde von vielen Isnyern und Gästen live vor dem Rathaus und an den Aufgestellten TV-Geräten der Webcam in der Stadtapotheke verfolgt. Weitere 400 Gäste waren live im Internet über die Internetseite der Isnyer Störche www.isny.tv dabei und verfolgten das Geschehen. Dank der Internetseite sind die Störche Romeo und Julia, die das höchstgelegene Storchennest Deutschlands bewohnen, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Besucher der Internetseite kommen aus ganz Europa, USA, Australien und vielen anderen Ländern der Welt.
Nach der Beringung kehrten beide Elternteile schnell in das Nest zurück, um nach ihren Sprösslingen zu sehen. Diese haben die Aufregung gut überstanden und freuen sich nun auf das wärmer werdende Wetter. In etwa 5 Wochen werden die kleinen Störche mit Ihren Flugübungen beginnen um bald danach die saftigen Wiesen rund um Isny zu erkunden und selbst auf Futtersuche zu gehen.
Bis dahin unterstützt ein ehrenamtliches Team die Aufzucht der Jungstörche. Durch die Bekanntheit der Elterntiere und der Internetseite wurde ein Spendenkonto (Nr. 317 289 004 * BLZ 650 920 10) eingerichtet und mit diesem Geld wird während der Aufzucht Futter für die Jungtiere ausgelegt. Etwa 400g holen die Elterntiere derzeit jeden Tag für jeden Ihrer Sprösslinge. Zudem suchen sie auf den bereits gemähten Wiesen selbst Futter für sich und ihren Nachwuchs. Ohne diese Unterstützung könnte keine erfolgreiche Aufzucht der Störche gelingen, zumal die Witterung derzeit häufig kühl und nass ist und das Futterangebot in diesen Wochen dadurch noch sehr reduziert ist. Da die Jungtiere mit dem Ausfliegen sofort selbst lernen, wie sie Futter finden und zu dieser Zeit auch keinerlei Zusatzfutter durch das Team mehr angeboten wird, wachsen die Jungtiere wie alle anderen Wildtiere auf und wissen, wie sie selbst zu ausreichend Nahrung kommen.









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