Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

Nestreinigung 2011 Drucken E-Mail
Berichte
  
Dienstag, den 25. Oktober 2011 um 20:27 Uhr

Nachdem dieses Jahr drei Jungstörche erfolgreich in Isny groß geworden sind, war am 25. Oktober groß Reinemachen angesagt. Die Storchenbeauftragte des Regierungspräsidiums Tübingen Frau Ute Reinhardt wurde gemeinsam mit dem Isnyer Storchenvater Erhard Bolender in einem Auto-Lift zum Nest in 35m Höhe auf dem Kamin des Isnyer Rathauses gefahren. In windiger Höhe sahen Sie sich dem Nest voller Hinterlassenschaften der Aufzucht gegenüber und machten sich an die Reinigung. Jede Menge Reste an Kot und allerlei anderer Dinge wurde aus dem Nest geschafft und danach dieses mit Heu wieder bequem hergerichtet. Somit ist ein schnelles Abfließen von Regenwasser aus dem Nest gewährleistet und die Verantwortlichen hoffen auch nächstes Jahr wieder auf eine erfolgreiche Brut und Aufzucht von Störchen im höchsten Storchennest Deutschlands.

Doch hat das Isnyer Storchennest dieses Jahr weitere Besonderheiten zu bieten. Seit Jahren bleiben die Elterntiere Romeo und Julia auch in den Wintermonaten im Allgäu und genießen den Isnyer Winter. Doch haben es dieses Jahr auch zwei der drei Nachwuchs-Störche vorgezogen, die Reise in den Süden nicht anzutreten, und so sind auch die Jungtiere Nic und Cora noch hier im Allgäu täglich auf den Wiesen rund um Isny anzutreffen. Das Storchenteam stellt sich schon auf einen harten Winter mit Fütterung der Störche ein, falls diese nicht doch noch in wärmere Gebiete wie den Bodensee fliegen. Da bereits die Altstörche in den letzten Wintern bei geschlossener Schneedecke gefüttert wurden hat man hier Erfahrung. Doch hofft man auf Spenden, um spezielles Futter für die derzeit vierköpfige Storchenfamilie beschaffen zu können. Dieses wird in Absprache mit der Storchenbeauftragten den Tieren gefüttert, wenn diese wegen der Witterung keine geeignete Nahrung auf den Wiesen finden können.

Nest vor der Reinigung

Reinigung durch Frau Ute Reinhardt

das gereinigte Nest