Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

Tagebuch
24.01.2014 Drucken E-Mail
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Freitag, den 24. Januar 2014 um 16:32 Uhr

Ca. 10cm Neuschnee sind über Nacht gefallen, Romeo und Julia haben die Nacht vermutlich an der Ach verbracht, in der Früh gegen 8 Uhr war weit und breit noch kein Storch zu sehen. Sie sind wintererprobt und wissen, was bei diesem Wetter zu tun ist. Als ich dann um 10 Uhr mit dem Futtereimer um die Ecke bog, da wurde ich schon sehnlichst erwartet. Der Storchenblick ist zwar immer noch skeptisch wenn sie mich sehen, aber sie treten nicht mehr die Flucht an. Der Futtereimer bekam heute einen anderen Platz, ich wollte mit der Kamera einen besseren Blick zum Frühstücksbuffet haben. Aber bis ich den Sicherheitsabstand eingenommen hatte, da waren wieder nur Sträucher, bzw. Zaun vor der Linse und wenig Storch! Der Hüter des weißen Eimers wird von Tag zu Tag dreister, Romeo und Julia mussten ihn heute auch ständig vertreiben. "Hau ab!" klapperten sie lautstark! Den Grauen stört das recht wenig!

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Energiesparmodus war dann angesagt für den Rest des Tages. Julia wollte es wohl nicht so recht glauben. Immer wieder guckte sie auf den Boden unter dem Motto: "Das sah doch gestern noch ganz anders aus."

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Die Grauen waren wie immer in der Überzahl, aber sie verhielten sich jetzt wenigstens ruhig und friedlich.

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23.01.2014 Drucken E-Mail
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Donnerstag, den 23. Januar 2014 um 16:34 Uhr

Bei Temperaturen von nachts unter 0°, dann tagsüber knapp über 0°, da hatten unsere Störche heute keine Lust auf große Aktivitäten und Frischfleischfang wie in den vergangenen Tagen. Romeo war schon recht früh beim Futterplatz eingetroffen, Julia kam für ihre Verhältnisse auch recht früh, kurz vor 9 Uhr flog sie ein. Romeo und Julia hatten heute nicht nur mit dem schlechten Wetter zu kämpfen - zu allem Überfluss bog auch noch der Vertretungsfutterspender mit dem weißen Eimer um die Ecke! Was sollten sie machen, wenn der Magen knurrte? Kaum war der Eimer abgestellt, da stürzte sich Romeo schon auf's Frühstück. Der Küchenchef hatte netterweise die Fische unten rein gepackt, da konnte er sich sofort auf seine Lieblingsspeise, die Eintagsküken, stürzen. Naja, da war allerdings der lästige Graureiher, dem Romeo erst mal ordentlich die Meinung sagen musste. Mit Schnabelhieben und heftigen Flügelschlägen versuchte Romeo, den  störenden "Mitesser" in die Flucht zu schlagen. Dazu brachten beide Störche ihren Ärger mit lautstarkem Geklapper zum Ausdruck! Romeo frühstückte dann weiter, Julia hielt den Graureiher auf Abstand. Als Romeo sich ordentlich gestärkt hatte, gönnte sich Julia ein ordentliches Frühstück - das brauchen die Störche bei der Kälte auch! Das kalte, windige Wetter lockte die beiden auch am Nachmittag nicht in die Achwiesen zu einem kleinen Ausflug, sie waren immer noch auf der Wiese beim Futterplatz, dort pfeift der Wind nicht ganz so ungemütlich. Sie widmeten sich ausgiebig dem täglichen Pflichtprogramm - der Gefiederpflege!

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Neben der Gefiederpflege gehört auch ein ordentliches Flügelstretching mit zum Programm...und auch jetzt lässt der Graue Romeo und Julia nicht in Ruhe und verfolgt die beiden wie ein Schatten

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Romeo hat den rechten Flügel gut gedehnt und gestreckt, Julia schüttelt den Staub aus dem Gefieder. Da liegen doch schon zwei Federn auf dem Boden, ob sie schon ihren Winter"pelz" abwirft?

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Jetzt ist Romeos linker Flügel dran mit dem Stretchingprogramm...

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Sie sind gut gestärkt und perfekt gepflegt, unsere Störche, gut gerüstet für die angekündigte Rückkehr des Winters!

 
22.01.2014 Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 22. Januar 2014 um 20:44 Uhr

Romeo und Julia standen heute Nachmittag gemeinsam in den Achwiesen am Storchengraben, dort gab's bestimmt auch ein paar frische Leckerbissen!

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21.01.2014 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 21. Januar 2014 um 16:33 Uhr

Sie ist wirklich eisern, unsere Julia! Selbst das übelste Sauwetter konnte sie nicht davon abhalten, auch heute Nachmittag wieder in den Neutrauchburger Wiesen auf Mäusejagd zu gehen! Romeo hatte heute nicht so viel Lust auf große Aktivitäten. Dick eingemummelt und mit eingezogenem Hals stand er in der Wiese beim Futterplatz, das perfekt gepflegte Gefieder machte sich heute bezahlt! Aber er war nicht alleine, fünf Graureiher leisteten ihm Gesellschaft. Die sechs Vögel sahen aus wie ausgestopft, absolut bewegungslos standen sie da!

 
20.01.2014 Drucken E-Mail
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Montag, den 20. Januar 2014 um 16:53 Uhr

Ich war mir sicher, dass Romeo und Julia bei dem nasskalten und ungemütlichen Wetter den Energiesparmodus gewählt hatten und am Futterplatz standen. Von wegen! Julia  hat das Einheitsfutter aus dem weißen Eimer satt und sehnt sich nach Frischfleisch. Seitdem sie in der vergangenen Woche entdeckt hat, dass das Mausbuffet wieder gedeckt ist, da ist sie nicht mehr zu bremsen! Und so entdeckt ich Romeo und Julia in den Neutrauchburger Wiesen - wer hätte das gedacht!

Julia hochkonzentriert bei der Arbeit....

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Es sah aus wie ein Bodennest, das Gebilde, auf dem Romeo stand, sein Mittagsschläfchen hielt und sich dann gründlichst pflegte.

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Wenn er den Tag nicht alleine verbringen will, dann muss er halt seiner Julia hinterherfliegen - recht so! Nach dem Pflegeprogramm verließ er sein "Nest"...

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...und marschierte zu seiner Julia...

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...die aber heute keine Zeit für ihn hatte, sie konzentrierte sich voll und ganz auf die Mäusejagd

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"Ob sie mich wieder anguckt, wenn ich mich noch hübscher mache?" überlegte Romeo und setzte sein Pflegeprogramm auf einem Maulwurfshügel stehend fort

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Romeo hatte heute ganz schlechte Karten, Julia dachte nur an ihr leibliches Wohl!

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Romeo stylte sich weiter

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Der Graureiher hatte einen Regenwurm erwischt

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Auf geht's Romeo, das schaffst Du auch!

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