Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

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05.06.2018 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 05. Juni 2018 um 15:43 Uhr

Ein eigenartiger Anblick gestern um die Mittagszeit: Zwei Störche, die ganz offensichtlich ein Liebespaar waren, so wie da geknibbelt wurde, standen auf dem Kamin, der im vergangenen Jahr die Kinderstube der kleinen Lutzis war. Ein Storch rechts beringt, der andere ohne Ring. Lutz und Lutzi? Musste ich mir Sorgen machen? Denn die Lutzis haben im Moment bestimmt keine Zeit für Liebesgeplänkel, sie haben drei hungrige Schnäbel zu stopfen! Leider hat man nicht immer Zeit, der Sache gleich auf den Grund zu gehen. Ein Kontrollbesuch am Abend nach dem Gewitter am Nest - da schien alles in Ordnung zu sein. Die Bilder von Wolf  im Forum brachten dann die Lösung: Der rechts beringte Storch, das war Theodora, die sich schon mal in Isny niederlassen wollte und mit ihrem damaligen Partner einen Nestbauversuch auf dem Sendemast bei der Post machte. Theodora schlüpfte 2014 in Kisslegg aus dem Ei.

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Bilder von heute

Familie Lutzi, naja, zumindest ein Teil davon!

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Die Kleinen von Paul und Julia waren lange alleine, Mama und Papa müssen beide ausrücken, um Berge von Futter zu holen! Nummer vier scheint ein kleines Schlafmützchen zu sein, den krieg ich nur selten zu Gesicht!

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Franziska mit ihrem Trio

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Familie Toni

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Peppi mt seinen zwei Kindern

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Die Vogelwarte in Radolfzell hat sich gemeldet.
Hope, der Isnyer Jungstorch von 2017 (A1L 67) den ich am vergangenen Wochenende im Rimpacher Moos und in Urlau ablesen konnte, hatte in Urlau einen Kollegen an seiner/ihrer Seite mit der Ringnummer DER AY 147. Dieser Storch ist 2017 auf dem Affenberg in Salem (Nest Birne) geschlüpft!

 

 
03.06.2018 Beringung der Störche Drucken E-Mail
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Sonntag, den 03. Juni 2018 um 20:47 Uhr

Frau Reinhard wird  - wie berichtet - am 12. Juni nach Isny kommen, um den Isnyer Storchennachwuchs mit Hilfe der Isnyer Feuerwehr zu beringen. Dass die Jungstörche der sechs Baumnester beringt werden, das stand von Anfang an fest, dafür hatten wir von unserer Beringerin die feste Zusage. Das Problem in diesem Jahr: Die Beringer haben nicht so viele Ringe erhalten wie in den vergangenen Jahren und das ausgerechnet in einem guten Storchenjahr (hoffen wir, dass weiterhin alles gut geht!). Aber weil das Interesse der Isnyer Storchenfangemeinde so groß ist, wollte Frau Reinhard auf jeden Fall 16 Isnyer Störchen den Personalausweis verpassen. 16? Ja, eigentlich nur 16 Jungstörchen, denn die beiden kleinen Rathausstörche sollten ursprünglich nicht beringt werden! Der Grund: In den vergangenen Jahren wurden die Kosten für die Hebebühne (das Rathausnest kann nicht mit der Drehleiter der Feuerwehr angefahren werden) vom Regierungspräsidium übernommen. Es muss gespart werden - die Hebebühne wird nicht mehr gezahlt! Da musste ich erst ein paar Nächte drüber schlafen, aber dann war mir klar: Das können wir den Freunden der Isnyer Störche gar nicht antun, den Nachwuchs von Urs und Ursula nicht beringen zu lassen! Ausgerechnet die beiden kleinen Störche, die jeden Tag von so vielen Storchenfreunden über die Webcam beobachtet werden! Meine Idee: wir finanzieren die Kosten für die Hebebühne aus der Storchenkasse, hoffen auf viele Patenschaften, dann können die Kleinen von Urs und Ursula ebenfalls beringt werden. Zuerst musste ich mit Ute Reinhard klären, ob sie generell bereit wäre die beiden auch zu beringen und ob sie noch zwei Ringe für die beiden übrig hätte. Und siehe da, weil das Interesse der Isnyer Storchenfans so groß ist und in Isny viel für die Störche getan wird, bekamen wir von unserer Beringerin grünes Licht - die erste Hürde war genommen, sie kümmert sich auch um den Termin mit der Firma mit der Hebebühne in Ostrach. Jürgen Tischer hat dann heute ebenfalls grünes Licht für die Finanzen, bzw. meinen Finanzierungsplan gegeben.

Ich hoffe sehr, dass das Storchenteam im Sinne der vielen Storchenfreunde in Nah und Fern gehandelt hat. Ich freue mich über Eure Rückmeldungen im "Allgäuer Stübli"

 
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Sonntag, den 03. Juni 2018 um 15:09 Uhr

Bilder von gestern von der Abendrunde, langsam kehrt Ruhe ein, die Störche genießen die Abendsonne.

Storchenmama Ursula tankt Wasser in der Ach für ihre Kleinen

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...gleich danach gibt's den Schlummertrunk

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Franz mit beleuchteten Federspitzen...

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...der Nachwuchs legt noch schnell eine Trainingseinheit ein...

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Franz ruht sich aus

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die Kleinen von Peppi und Henriette sind auch noch wach

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Julia kann sich auch eine Pause gönnen, der Nachwuchs schlummert schon

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....aber dann heute Vormittag: Ein Storchenkind von Paul und Julia hält sehnsüchtig Ausschau nach Mama oder Papa

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..nach und nach gucken immer mehr kleine Köpfe über den Nestrand, nur Nr. 4 habe ich heute nicht gesehen, ich hoffe, dass er sich nur versteckt hat!

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Endlich!!!! Mama Julia kommt mit der Brotzeit nach Hause!

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Nebenan bei Peppi und Henriette: da müssen sich die Jungstörche auch in diesem Jahr für's elterliche Dauerknibbeln zur Verfügung halten!

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Die kleinen Tonis mussten alleine das Nest hüten, zwei wagten den Blick über den Nestrand

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Es ist eigentlich schon jedes Mal ein Riesenglück, wenn es gelingt, einen Storch, der weit draußen in den Wiesen rumstiefelt, abzulesen. Aus dem Fehler von gestern klug geworden, war heute die gorße Kamera beim Radeln dabei. Und dann, in den Wiesen bei Urlau, neben dem Wasserrückhaltebecken suchten drei Störche nach Futter. Mit meinem neuen Wunderwerk der Technik gelang es tatsächlich, die Ringnummern zu entziffern, obwohl die Störche so weit weg waren - unglaublich! Der erste, der mir vor die Linse lief, ist allen gut bekannt - es war Finn vom Kastaniennest bei der Post. Dass die Störche so weit weg fliegen um Futter zu suchen - wer hätte das gedacht?

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In seiner Nähe war ein Neuer unterwegs, DER AY 147, links, den habe ich noch nicht iauf meiner Liste, und ich bin auf die Rückmeldung der Vogelwarte gespannt!

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rechts Finn, links der Neue

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der Neue

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Und dann die Riesenüberraschung, ein Storch der noch weiter weg stand, mir aber sofort durch die auffälligen schwarzen Zacken in den weißen Flügelfedern auffiel - richtig, es ist wieder Hope!!! Einen Storch auf einer Wiese abzulesen ist schon Riesenglück, wenn der Storch dann noch ein ehemaliger, "eigener" Jungstorch ist, dann ist das schon so wie ein Sechser im Lotto. Aber wenn man diesen Storch einen Tag später auf einer ganz anderen Wiese, ein paar Kilometer vom gestrigen Fundort entfernt nochmal ablesen kann, das bedeutet dann praktisch auch noch die richtige Zusatzahl!!!

Hope

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Ich freu mich für Patentante Kathi und hoffe, dass Hope ein bißchen Werbung für uns machen wird, denn viele Jungstörche brauchen viele Paten! Wer in diesem Jahr eine Patenschaft für einen Jungstorch erwerben möchte, der kann sich an Jürgen Tischer unter  wenden unter:  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 

 

 

 

 

 

 
02.06.2018 Drucken E-Mail
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Samstag, den 02. Juni 2018 um 17:41 Uhr

Tolle Neuigkeiten aus der Isnyer Storchenszene!!!!!

 

Hope ist gesund und munter an seinen Geburtsort zurückgekehrt!!!

 

Hope, DER A1L 76, Isnyer Jungstorch von 2017 von Fred und Frederike vom Eichennest beim Neidhammelbrunnen, hat seine erste große Reise mit Bravour gemeistert und ist in seine Heimatstadt Isny zurückgekehrt!!!!!

Wie gestern bereits berichtet, landete in der Abendsonne ein Storch auf einem Ast direkt neben dem Eichennest, das in diesem Jahr von Franz und Franziska erobert wurde. Franziska konnte den Gast natürlich gar nicht gebrauchen und verjagte ihn sofort. Sie kehrte gleich wieder ins Nest zurück und kümmerte sich um den Nachwuchs.

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Heute Nachmittag waren vier Störche auf der in Isnyer Storchenkreisen beliebten Wiese im Rimpacher Moos zwischen Aigeltshofen und Rimpach auf Futtersuche. Einer war unberingt, die anderen konnten als Urs vom Rathausnest, Lutz vom Buchennest in der Rainstrasse identifiziert werden, Nummer vier war dann die große Überraschung - keine Ringnummer eines Isnyer Altstorches, nein, es war die Nummer von Hope, Kathis Patenstorch vom vergangenen Jahr, der in seine Heimat zurückgekehrt war und mit denen, die er vom letzten Jahr kannte, gemeinsam futterte!

Die drei waren zuerst weit weg, der vierte stand etwas abseits...

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Lutz

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Urs

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Hope! Lange Grashalme waren im Weg, ich hätte durch's Gestrüpp über einen Graben springen müssen, um besser ranzukommen, aber dann wäre der Storch auch weg gewesen!

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Hope hat "schwarze Zacken" im weißen Gefieder an den Flügeln, dadurch unterscheidet er sich gut von Urs (hat weiter vorne eine schwarze Zacke) auf den nächsten Bildern!

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Die Storchenpatin hatte den Namen "Hope" gewählt, in der Hoffnung, dass der Storch gesund und munter von seiner Reise zurückkehren wird. Und Hope macht seinem Namen wirklich alle Ehre!







 
01.06.2018 Drucken E-Mail
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Freitag, den 01. Juni 2018 um 21:15 Uhr

Weiterhin alles im grünen Bereich in den Isnyer Storchennestern, jedenfallls, so weit man es von unten erkennen kann! Die Storchenkinder werden nur ab und zu bei einem kurzen Gewitterschauer abgeduscht, von Unwettern blieb Isny zum Glück verschont.

Ich habe noch kein neues Programm, um die Bilder dauerhaft im Tagebuch zu zeigen, ich hoffe, dass die Bilder wenigstens ein paar Tage zu sehen sein werden, damit nicht alle Mühe umsonst ist.

Storchenmama Julia war beim Wasser tanken, aber sie hat auch Grünzeug mitgebracht! Der Nachwuchs staunt: "Oh, gibt's heute Salat???"

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Das kostbare Nass gab's trotzdem noch, aber bei der Rumzappelei der Storchenkinder, da kann schon mal was ins Auge gehen!

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Von den kleinen Tonis war wieder mal nicht viel zu sehen

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...von der anderen Seite war fast nur der breite Rücken des Altstorches zu sehen

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Im Eichennest beim Neidhammelbrunnen hütete Papa Franz seinen Nachwuchs

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Am Abend hatte Mama Franziska Dienst. Aber plötzlich war's vorbei mit der Ruhe, ein frecher Fremdstorch landete auf einem Ast direkt neben dem Nest der Franzis. Franziskas Adrenalinspiegel schnellte in die Höhe, sie fauchte und klapperte laut und startete natürlich sofort einen Angiffsflug in Richtung des unverschämten Zaungastes. Es ging aber zum Glück friedlich zu, nach einer kurzen Verfolgungsjagd drehte der Gast ab und segelte in Richtung Schweinebach davon und Franziska konnte sich wieder um ihre Kleinen kümmern!

 

 

 

 

 
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