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Was geschieht mit toten Jungstörchen im Nest |
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Berichte
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Geschrieben von: Jürgen Tischer
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Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 16:05 Uhr |
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Seit dem Tod unserer Jungstörche am 03. juni regt sich eine starke Diskussion über das, was man nun am Nest tun sollte und wie mit den toten Jungstörchen umgegangen werden sollte.
Hierbei gehen die Meinungen natürlich (wie immer bei Diskussionen) stark auseinander, doch sind in Isny immer auch die örtlichen Besonderheiten zu beachten!
Die Feuerwehr Isny hat zwar eine 30m lange Drehleiter, doch kann man damit nur eine Höhe von 23m erreichen (da eine Leiter immer schräg steht) und das Nest hat eine Höhe von 31m am Grund des Nestes (+ Nestaufbau weitere 2m) braucht man also eine Leiter/Lift mit einer Höhe von mind 34m. Dieses verhindert ein schnelles Eingreifen (bei welcher Situation auch immer) mittels der Feuerwehr-Drehleiter sondern wir brauchen immer den Speziallift aus Memmingen, der einige Tage vorab organisiert werden muss und der auch immer immense Kosten verursacht. Diesen Punkt haben wir auch bereits mehrfach beschrieben!
Des weiteren hat die Natur verschiedene Mechanismen um im Fall des Todes der Jungstörche diese Kadaver (leider habe ich kein passendes Wort hierfür gefunden) aus dem Nest zu entfernen. Dieses Jahr konnte man nach dem Tod des dritten Jungstorches beobachten, wie dieser an den Nestrand gelegt wurde. Diese Kadaver werden von anderen Vögeln, die Aasfresser sind, gefressen. Dies würde in diesem Fall sicherlich einige Tage dauern, doch funktioniert dies in der Natur perfekt.
Die Altstörche wie Romeo und Julia haben keinen ausgeprägten Geruchssinn, lassen sich also vom Geruch der Toten Jungstörchen nicht verunsichern oder abschrecken.
Was Romeo und julia beim Tod ihres Nachwuchses empfinden, wissen wir nicht!!! Wir wissen nicht, ob sie Trauer empfinden oder welche Gefühle sie empfinden. Wir werden dieses sicherlich auch nicht erfahren. Daher sollten wir nicht unsere Gefühle, die wir in dieser Situation empfinden, auf die Tiere abbilden! Vor allem nicht, so lange wir Menschen Tiere in allen schrecklichen Formen quälen und Schmerzen zufügen! Hierfür gibt es leider zu viele schreckliche Beispiele!
Romeo und Julia sind wild lebende Störche! Wir unterstützen Sie lediglich durch ausgelegtes Futter in der Aufzuchtszeit und notfalls im Winter. Störche sind nicht Kälteempfindlich, sondern fliegen nur wegen des Futterangebotes in den Süden. Da die beiden dieses hier aber als ausreichend betrachten, verzichten sie auf diese anstrengende Reise. Diese Aktion ist mit dem Landratsamt abgestimmt und von dort genehmigt. Wir wissen auch genau, welche Futtermengen und Arten beide bei uns abholen und können mit Sicherheit sagen, dass diese passendes Futter bekommen und die Mengen ebenfalls passend sind. Anderslautende Aussagen von Frau Reinhardt müssen wir hier zurückweisen, da sie sich hier nicht ausreichend bei uns vorab informiert hat! Die Ablehnung von Frau Reinhardt gegen dieses Tun können wir nicht verstehen, zumal Frau Reinhardt bei anderen Horsten aktiv die Zufütterung unterstützt.
Das Storchenteam versucht alles zu unternehmen, was wir als Sinnvoll erachten. Dennoch ist diese Seite vor allem eine Beobachtungsmöglichkeit über das Leben der Isnyer Störche im Nest. Auch wir sind Berufstätige Menschen und können nicht immer sofort alles andere verschieben, wenn hier etwas passiert. Zumal wir dann zuerst handeln und ggf. erst Tage später darüber schreiben (oder auch nicht schreiben). Wenn Sie Vorschläge haben, schreiben Sie uns per Email an
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Wir lesen diese Mails und versuchen auch Anfragen zu bearbeiten. Wilder Aktionismus wie Anrufe bei Personen, Bürgermeister oder Firmen oder irgendwelche Wutausbrüche in Foren, Gästebüchern und E-Mails bringt keinen weiter sondern verägert eher die aktiven Personen. Wunder und Zaubern ist aber leider auch uns nicht möglich. Auch wir sind enttäuscht von den Geschehnissen im Nest und hätten die beiden kleinen gerne im Sommer ausfliegen gesehen und auf den Wiesen beobachtet.
Am Freitag nun kommt gegen 10:00 der bekannte Lift zur Nestreinigung. Wir werden uns mit den entsprechenden Ergebnissen melden.
Team Storchennest Isny Jürgen Tischer (im Namen des ganzen Teams) |
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Aktualisiert ( Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 19:02 Uhr )
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03.06.2010 Tod unserer Jungstörche |
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Berichte
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Geschrieben von: Jürgen Tischer
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Donnerstag, den 03. Juni 2010 um 15:36 Uhr |
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Liebe Storchenfreunde,
schon seit Tagen regnet es in Süddeutschland sehr ergiebig. Bei uns in Isny haben wir in den letzten beiden Tagen über 50l Regen/m² gemessen (Danke für die Wetter-nfos, Timo) und Temperaturen nur um die 10°C. Dieses dauerhaft schlechte Wetter hat nun leider heute zum Tod unserer beiden Jungstörche Peponi und Valentino geführt.
Bereits heute früh konnte man von deb beiden Jungstörchen keine aktiven Reaktionen mehr erkennen. Zwischendurch waren zwar noch Bewegungen von Peponi erkennbar, doch waren keine aktive Futteraufnahme erkennbar. In den letzten Tagen stellten sich beide bei Regen immer unter das schützende Schild Ihrer Eltern Romeo und Julia. Doch der überaus starke Regen der letzten Nacht hat dem harten Wtter der letzten Wochen unseren Kleinen keine Chance gelassen.
Das Nest wurde während der Beringung der beiden Jungstörche genau inspiziert und hat keinen Grund für irgendwelche Änderungen am Nest gegeben. Das Nest ist luftig und wasserdurchlässig gewesen, doch bei diesem Starkregen und der bereits ordentlichen Größe der beiden konnte hier nicht mehr ausreichend Schutz und Wärme für die beiden bei dem andauernden Regen durch Romeo und Julia geboten werden.
Wir vom Storchennest-Team sind sehr erschüttert über die Ereignisse.
Leider ist es durch die bauliche Höhe des Rathauskamins (das Nest hat eine Höhe von über 30m über der Straße) nicht möglich, akut das Nest zu besuchen und die Jungstörche auszuhorsten. Der Speziallift (wie bei der Beringung) muß Tage vorher bestellt werden und wer vermag das Wetter und den Konsequenzen daraus soweit vorher genau zu kennen - wir nicht.
Wir sind dankbar über all unseren treuen Besucher der Seite und des TV Gerätes in der Stadtapotheke. Das TV Gerät haben wir abgeschaltet und für die Zuschauer eine Nachricht hinterlassen. Danke auch an alle Schreiber im Gästebuch und im Forum (hier und in den anderen Foren über unsere Isnyer Störche) für die immer netten und jetzt mitfühlenden Kommentare. Wir sind uns sicher, das Romeo und Julia über den Verlust (wie früher) hinwegkommen, uns in Isny treu bleiben und trotzdem einen schönen Sommer erleben werden.
Unsere Gedanken sind auch bei den anderen Storchennestern, die bei diesem Wetter (auch schon in den letzten Wochen) den Nachwuchs verloren haben. Schauen wir nach vorne, es gibt Nester mit Nachwuchs, dieser soll groß werden und im Herbst in den Süden fliegen!.
Für unsere Isnyer Störche.
In Gedanken an Peponi und Valentino Storchenteam Isny Erhard, Martin, Markus, Nici und Jürgen |
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Beringung 28.05.2010 |
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Berichte
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Geschrieben von: Jürgen Tischer
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Freitag, den 28. Mai 2010 um 21:45 Uhr |
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Am Freitag, 28. Mai wurden die Isnyer Jungstörche Peponi und Valentino von der Storchenbeauftragten des Regierungspräsidiums Tübingen, Frau Ute Reinhardt, beringt.
Mittels eines Spezialkrans wurden gegen 11:30 Frau Reinhardt und Ihre Helfer zum 30m hoch gelegenen Nest auf dem Rathausdach in Isny gefahren. Die Altstörche verharrten lange im Nest, um ihren Nachwuchs zu schützen, zogen es dann aber doch vor, alles aus sicherer Entfernung zu betrachten. Storchenmama Julia beobachtete das Geschehen von der Sirene am anderen Ende des Daches aus, während Storchenpapa Romeo über dem Nest kreiste. Die Jungstörche verfielen in Akinese, eine Starre, die sie vor Feinden schützen soll.
Die beiden Jungstörche wurden gewogen und untersucht. Trotz der kalten und feuchten Witterung in den ersten Maiwochen sind sie bei guter Gesundheit. Danach wurden beide mir einem Kunststoffring am rechten Fuß zur Identifikation versehen. Dabei trägt Peponi die Nummer A9345 und wiegt 2,7 kg, Valentino trägt die Nummer 9346 und wiegt 1,9 kg. Der Gewichtsunterschied kommt aus den unterschiedlichen Geburtstagen zustande, da der schwerere Jungstorch am 27. April geschlüpft ist, der andere einige Tage später.
Die Aktion wurde von vielen Isnyern und Gästen live vor dem Rathaus und an den Aufgestellten TV-Geräten der Webcam in der Stadtapotheke verfolgt. Weitere 400 Gäste waren live im Internet über die Internetseite der Isnyer Störche www.isny.tv dabei und verfolgten das Geschehen. Dank der Internetseite sind die Störche Romeo und Julia, die das höchstgelegene Storchennest Deutschlands bewohnen, weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Besucher der Internetseite kommen aus ganz Europa, USA, Australien und vielen anderen Ländern der Welt.
Nach der Beringung kehrten beide Elternteile schnell in das Nest zurück, um nach ihren Sprösslingen zu sehen. Diese haben die Aufregung gut überstanden und freuen sich nun auf das wärmer werdende Wetter. In etwa 5 Wochen werden die kleinen Störche mit Ihren Flugübungen beginnen um bald danach die saftigen Wiesen rund um Isny zu erkunden und selbst auf Futtersuche zu gehen.
Bis dahin unterstützt ein ehrenamtliches Team die Aufzucht der Jungstörche. Durch die Bekanntheit der Elterntiere und der Internetseite wurde ein Spendenkonto (Nr. 317 289 004 * BLZ 650 920 10) eingerichtet und mit diesem Geld wird während der Aufzucht Futter für die Jungtiere ausgelegt. Etwa 400g holen die Elterntiere derzeit jeden Tag für jeden Ihrer Sprösslinge. Zudem suchen sie auf den bereits gemähten Wiesen selbst Futter für sich und ihren Nachwuchs. Ohne diese Unterstützung könnte keine erfolgreiche Aufzucht der Störche gelingen, zumal die Witterung derzeit häufig kühl und nass ist und das Futterangebot in diesen Wochen dadurch noch sehr reduziert ist. Da die Jungtiere mit dem Ausfliegen sofort selbst lernen, wie sie Futter finden und zu dieser Zeit auch keinerlei Zusatzfutter durch das Team mehr angeboten wird, wachsen die Jungtiere wie alle anderen Wildtiere auf und wissen, wie sie selbst zu ausreichend Nahrung kommen.









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Aktualisiert ( Mittwoch, den 09. Juni 2010 um 19:09 Uhr )
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