Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

Tagebuch
25.05.2016 Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 25. Mai 2016 um 16:22 Uhr

Es sah ganz entspannt aus heute in der Früh, in jedem der vier Baumnester auf dem Festplatz bei den Sporthallen stand ein Altstorch und pflegte das Gefieder...

Julia

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Toni

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das Eichennest der Peppis

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auf dem neuen Lindennest der Henris war nur der Scheitel eines Altstorches zu sehen, aber nachdem sich dort schon die erste Kindsmagd vorstellte, schien auch alles in Ordnung zu sein!

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Und dann der Nachmittag: Ich habe ganz traurige Beobachtungen von Paul und Julia mitgebracht, denn ich glaube nicht, dass die beiden Jungstörche noch leben. Ich stand bestimmt eine Stunde unterm Nest, man gibt die Hoffnung ja nicht auf und denkt, sie machen nur ein Nickerchen und gleich guckt wieder einer über den Nestrand, aber ich fürchte, wir müssen auch um diese beiden kleinen Störche trauern....

Zuerst waren beide Altstörche im Nest, ich machte mir noch keine Sorgen, dachte, da sei grad einer mit Futter zurückgekommen. Julia flog wieder weg, Paul blieb zurück, stocherte im Nest herum...

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Paul legte sich ins Nest, versuchte offenbar das unmögliche, wollte den Nachwuchs wärmen und retten...

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Julia kam wieder zurück, keine Fütterung...

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...immer wieder stupfte sie mit dem Schnabel im Nest herum, wollte wohl sagen: steht doch bitte auf....

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..und dann, ganz typisch für unsere Julia: in Zeiten der größten Trauer beknibbelt sie ihren Partner, das hat sie schon zu Romeos Zeiten so gemacht, wenn der Nachwuchs nicht überlebt hatte!

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Ich kann und will es einfach noch nicht wahrhaben, aber an ein Wunder glaube ich jetzt nicht mehr - es ist so unendlich traurig! Ironie des Schicksals: heute morgen hatten wir nur 1,8°, inzwischen ist die 20° Marke wieder überschritten. Zuviel Regen und Kälte in zwei Tagen - selbst so erfahrene Storcheneltern haben da keine Chance, ihren Nachwuchs unbeschadet durchzubringen.

Und in den anderen Nestern?

Bei den Henris wurde am Nachmittag gefüttert, bei den Peppis ist immer ein Altstorch zu Hause und begutachtet den Nestinhalt, bevor er sich wieder hinlegt, Ich habe heute viel Zeit für Paul und Jula aufgewendet, da blieb für die anderen Störche nur eine Stippvisite übrig.

Ein Lichtblick wenigstens im Lindennest der Tonis: beim stolzen Storchenpapa Toni guckten zwei Wackelköpfchen aus dem Nest!!!!!

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eindeutig zwei! der rechte scheint das jüngere Storchenkind zu sein

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Die vielen kleinen Storchenkinder, die nicht überlebt haben, sie machen mir zu schaffen. Ich muss mir jetzt erst mal eine Auszeit nehmen, um das alles zu verkraften. Auch im Rathausnest scheint es keinen Nachwuchs zu geben, seit sechs Wochen sitzen die Altstörche abwechselnd auf dem Nest und es tut sich nichts.Es ist einfach alles zu traurig. Wolfgang wird bestimmt immer wieder auf der Isnyer Storchenseite im Forum über die Störche  berichten, ich brauche erst mal eine Pause.

 

 

 

 

 

 

 

 
24.05.2016 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 24. Mai 2016 um 15:03 Uhr

Ich denke, wir können vorsichtig optimistisch sein - das kleine Wunder ist eingetreten. Offensichtlich haben die Isnyer Jungstörche die Wetterkapriolen von gestern und heute überlebt. Starkregen die ganze Nacht hindurch, das Thermometer im Kelller - ich war auf alles gefasst, als ich mich am frühen Nachmittag auf den Weg zu den Nestern machte. Es hörte sogar auf zu regnen, das Thermometer zeigt beachtliche 10° an!

Paul oder Julia schaffen es doch irgendwie, die beachtlich großen Jungstörche unter sich zu verstecken und warm zu halten. Bereits gestern Nachmittag rief mich eine langjährige Freundin der Isnyer Störche an und berichtete, dass im Eichennest wieder gehudert wird. Beim letzten Starkregen hatten Paul und Julia nur den "Regenschirm" über den Nachwuchs gespannt. Wir können also hoffen, dass die beiden Kleinen wohlauf sind.

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Im Lindennest der Tonis wird der Nachwuchs ebenfalls so gut es geht warmgehalten

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Im Eichennest der Peppis wird auch feste gewärmt

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Im neuen Lindennest der Henris ist auch nur das Köpfchen eines Altstorches zu sehen

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Dann stand Henri/Henriette auf und sah nach, ob mit dem Nachwuchs auch alles in Ordnung ist!

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Bei der Gelegenheit wurde auch gleich die Nässe aus den Flügeln geschüttelt!

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Auf dem Sendemast bei den Samis wurden die drei Kleinen natürlich auch perfekt warmgehalten, Urs und Ursula geben nicht auf, sie sistzen weiterhin brav auf ihrem Nest.

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Die Ursis tun mir richtig leid. Jetzt sitzen sie schon seit Anfang April auf ihrem Nest, und es tut sich einfach nichts.

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23.05.2016 Drucken E-Mail
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Montag, den 23. Mai 2016 um 14:53 Uhr

Es gibt Tage, da muss man einfach auf ein Wunder hoffen - heute ist so ein Tag! Gestern zeigte das Thermometer bei uns hinterm Haus 27° und heute grad mal 7°! Ich denke, das sagt alles. Und dazu schüttet es ohne Pause seit heute Morgen.

Ich war grad eben bei den Baumnestern bei den Sporthallen. In drei Nestern ist absolut gar nichts zu sehen, auch nicht vom besten Beobachtungsplatz aus und zwar bei den Tonis, den Peppis und den Henris. Ich vermute, dass ein Altstorch hudert und sich so tief ins Nest kuschelt, dass er von unten unsichtbar ist, das war bei schlechtem Wetter immer so. Im Eichennest von Paul und Julia stand ein Altstorch mitten im Nest, ich will es positiv sehen und denke, dass er etwas Nässe von den Kleinen abhalten will. Ich war schon froh, dass nicht beide Altstörche mit hängenden Köpfen im Nest standen. Unsere allerkleinsten Storchenkinder, die Samis vom Sendemast,  die haben heute wohl die besten Karten, weil sie noch perfekt unters Gefieder von den Eltern passen.

 
22.05.2016 Drucken E-Mail
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Sonntag, den 22. Mai 2016 um 20:30 Uhr

Heute hieß es für alle noch Sonne und Wärme tanken, denn wer sich den Wetterbericht für die nächsten zwei Tage angeschaut hat.....da müssen wir wieder sämtliche Daumen für den Storchennachwuchs drücken!

Unberingter Storch bei der Frühstückssuche...

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...Urs

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Peppina zu Hause, der Nachwuchs war wieder mal auf Tauchstation gegangen

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Das ist Toni, der zu seiner Schwägerin Peppina rüberguckt

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Bllick zum Henrinest

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Mopsfidel ist der Nachwuchs von Paul und Julia

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da wird auch schon mit den Flügelchen geschlagen...

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...und das kleine Hinterteil wird schon ganz fachstörchisch an den Nestrand geschoben...

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...na bitte, stubenrein sind sie auch schon!

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Kommt gut durch die nächsten nassen und kalten Tage ihr Kleinen!

Traurige Nachrichten von Peppi und seinem Nachwuchs: ein Jungstorch lag vorhin tot unterm Nest - es ist so traurig!

 

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 22. Mai 2016 um 20:48 Uhr )
 
21.05.2016 Drucken E-Mail
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Samstag, den 21. Mai 2016 um 20:48 Uhr

Schon wieder Nachwuchs in einem Isnyer Storchennest! Nachdem vor zwei Tagen mit Sicherheit kleine Henris (neues Lindennest ohne Nisthilfe) im Nest herumzappelten, wuselte es heute auch im Nest der Samis auf dem Sendemast! Schon am Morgen war die Unruhe der Altstörche nicht zu übersehen, er/sie stand dauernd auf, begutachtete den Nestinhalt, setzte sich vorsichtig wieder drauf, stand wieder auf und guckte wieder nach. Wir hatten heute eine kompetende Beobachterin mit Spektiv vor Ort. Frau Reinhard war nach Isny gekommen, um mit fachfraulichem Blick den Isnyer Storchennachwuchs zu begutachten. Sie entdeckte durch's Spektiv drei kleine Wackelköpfchen im Sendemastnest - Glückwunsch an die frischgebackenen Storcheneltern und viel Glück für die drei kleinen Störchlein! Die drei sind nur wenige Tage alt. Ganz besonders gefreut hat sich natürlich auch die stolze Patentante des kleinen Sami-Storches Flo, die heute bei der ersten Beobachtung dabei sein konnte - bestimmt wird sie demnächst davon berichten!

morgendliche Unruhe im Nest....

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...dann wieder den Deckel drauf...

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...zwei kleine Samis zeigten sich für's erste Fotoshooting...

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die Nachbarn vom Kastaniennest zeigten sich nur zu einer Stippvisite...

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Blick aus dem Fenster Nr. 3 vom Türmerstübchen des Blaserturms - Ursula hockte brav auf dem Nest

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...und als sie endlich aufstand, stocherte sie mit dem Schnabel kurz im Nest herum, kein Hinweis auf Eier wenden, Fütterung, kein Wackelköpfchen - auch mit Spektiv rein gar nichts zu sehen. Aber als sich Ursula wieder auf's Nest hockte, da "wackelte" sie mit dem Hinterteil, als ob sie die Eier zurechtrücken würde. Auch Frau Reinhard hatte keine Erklärung für die Vorgänge im Rathausnest - man kann nur Vermutungen anstellen.

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Die Baumnester bei den Sporthallen auf dem Festplatz wurden zuerst von unten beobachtet, Toni und Antonia wechselten sich grad ab, der Nachwuchs hatte heute keine Lust auf ein Fotoshooting

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Vom Blaserturm aus konnte man durch's Spektiv zwei Storchenkinder im Lindennest der Tonis sehen!

Dann war das Eichennest von Paul und Julia an der Reihe. Die Sprösslinge der beiden sind erwartungsgemäß die ältesten diesjährigen Isnyer Jungstörche. Wenn weiterhin alles gut geht, werden sie Mitte Juni beringt. Auch heute waren zwei Storchenkinder im Nest zu sehen.

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Bei den Nachbarn vom neuen Lindennest (ohne Nisthilfe) hatten die Altstörche auch viel zu tun, begutachteten den Nestinhalt, fütterten, begrüßten sich klappernd, allerdings war vom Standpunkt Festplatz aus noch kein Nachwuchs zu erkennen. Vom Blaserturm aus durch's Spektiv gesehen haben die Henris zwei Storchenbabies zu versorgen.

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Weiterhin gut versteckt halten sich die kleinen Peppis! Weder vom besten Besichtigungspunkt am Festplatz, noch vom Blaserturm aus konnten wir herausfinden, wieviele Storchenkinder sich im Eichennest beim Neidhammelbrunnen aufhalten, aber es wird eindeutig gefüttert - die Peppis machen es besonders spannend!

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Drücken wir die Daumen für die vielen Storchenkinder in den Isnyer Nestern! Noch ist das Wetter perfekt, aber wenn ich mir den Wetterbericht von kommenden Montag ansehe, krieg ich gleich wieder ein flaues Gefühl im Magen......

 

 

 

 

 

 
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