Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

Tagebuch
28.07.2021 Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 28. Juli 2021 um 20:22 Uhr

Info über Mailo, den verletzten Storch aus Mailand, den wir am Sonntag in die

Pflegestation nach Salem gebracht hatten: Dem Storch geht es soweit ganz gut, er

humpelt noch und bleibt noch ein paar Tage in der Voliere in der Pflegestation vom

Affenberg.

Ein Besuch bei den Baumnestern auf dem Festplatz am Nachmittag, als es wieder

trocken war. Bis auf ein Nest waren alle Nester leer!!! Zuhause waren nur

MaLo und Grisu von der verbotenen Linde, die Storchenkinder von Sammy und

Lottchen. Aber die beiden waren nicht untätig! Sie trainierten fleißig, ja, genau

so muss es sein!

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Wer da so fleißig mit den Flügeln flattert kann ich leider nicht sagen, die Ringe der beiden sind verschmiert

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"Hab ich toll gemacht, gell? Habt ihr's alle gesehen?"

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Als das Aufwärmtraining beendet war, flog er sofort weg, der Geschwisterstorch guckte hinterher

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Herrlich!!!!! Endlich ist er weg und ich hab Platz und kann mich so richtig ausbreiten!

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Das sieht doch auch schon sehr vielversprechend aus!

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Der erste Storch hatte einige Runden gedreht, jetzt wollte er wieder landen - bei diesem versteckten

Nest eine wahre Herausforderung für einen Fluganfänger

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Der Geschwisterstorch beobachtet gespannt den Landeanflug, der Graureiher ebenfalls

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Respekt!!!!! Das war wirklich eine Meisterleistung, wenn ein Fluganfänger so eine knifflige Landung hinkriegt,

dann müssen wir uns um den bestimmt keine Gedanken mehr machen. Wir erinnern uns an Jungstorch Hona

vor zwei Jahren (Storchenkind von Hope und Hana, beide nicht mehr in Isny), der schaffte die Landung auf

sein verstecktes Lindennest nicht. Hona übernachtete bis zur Abreise in den Süden auf dem Strommastnest,

dessen Bewohner schon abgereist waren.

Beobachtet wurden die Flugkünste des Jungstorches auch von Herrn Nachbarn Graureiher, der sein Nest zwischen

denen von Toni und Sammy hat.

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Plötzlich Geklapper ringsrum in den Nestern: Ein paar Altstörche waren zurückgekehrt.

Linus vom Eichennest 4 war wieder da

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Frank vom Bergahornnest

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Franz der Franzose vom Eichennest 2 beim Neidhammelbrunnen

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In der Zwischenzeit hatte auch das Eschennest von Bonnie und Clyde Besuch bekommen, es war der Graureiher,

der in räuberischer Absicht dort gelandet war und klaute, was da bloß in seinen Schnabel reinpasste!

Kurz darauf wieder ein Storch auf dem Eschennest.....nicht der Hausherr! Es war Frank, der ebenfalls gucken wollte,

was er für sein Nest noch brauchen konnte.

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Aber dann, bevor er sich mit Diebesgut eindecken konnte: Gefahr im Anflug, nix wie weg!!!!!!

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Frank musste den Turbo zünden, denn der Hausherr näherte sich mit gefühlt doppelter Lichtgeschwindigkeit,

Fuß und Schnabelspitze sind links oben im Bild schon zu sehen

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Geschafft, Flucht geglückt, aber das war knapp!!!

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ganz schön gelenkig so ein Storch!

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27.07.2021 Drucken E-Mail
Tagebuch
  
Dienstag, den 27. Juli 2021 um 21:17 Uhr

Auch wenn unser Jungstorchvolk noch nicht so gut fliegen kann, lesen können sie auf jeden Fall, denn

vermutlich haben sie den Tagebucheintrag von gestern gelesen, und sich meine Sorgen zu Herzen genommen!

"Wir müssen trainieren für unsere erste große Reise"! hat die Ulli gesagt

lautete deshalb die Devise. Heute Morgen war das Jungstorchtrio von Paul und Pauline schon

ausgeflogen, Lenni vom Eichennest 3 und Lea vom Strommastnest sowieso, Manuel und Inka vom Rathausnest

haben die Fliegerei auch für sich entdeckt.

Whisky vom Eschennest war noch auf seinem Nest, er war gerade dabei, sein Navi zu programmieren. "Beste Futter-

wiese" hatte er eingegeben, kurz darauf flog er los!

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Auf dem Eichennest 2 beim Neidhammelbrunnen war die halbe Besatzung an Bord: Papa Franz mit Ari, Mama

Berta und Raphael waren schon unterwegs

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Gustl vom Lindennest 1 war auch ausgeflogen, ebenso MaLo und Grisu von der Nachbarlinde, da war nur

Papa Sammy zu Hause

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Auf dem Bergahornnest 1 genoß Papa Frank den vielen Platz im Nest, Frau und Kind waren

ausgeflogen

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Am Nachmittag bei den Finnis auf dem Sendemastnest

"Hallo Patentante!"

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...ich mach mich extra hübsch für Dich!!!!!

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Dann der Abend

Es war noch sehr ruhig bei den Baumnestern auf dem Festplatz und die Anzahl der Störche, die um 20 Uhr

schon auf den Nestern saß, war überschaubar. Dunkle Wolken am Himmel verhießen nichts gutes, ich wollte

nicht länger auf die Spätheimkehrer warten

Gustl vom Lindennest der Tonis war schon zu Hause

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Mama Bonnie macht sich bettfertig, Papa Clyde hatte sich auf der Esche gegenüber ein Schlafplätzchne gesucht.

Whisky hatte einen anstrengenden Tag hinter sich und war offensichtlich platt. Zuerst sah man noch sein

Köpfchen, aber das hatte er dann auch hingelegt, da sind nur noch ein paar schwarze Federn von ihm zu sehen

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Peter, Frido und Benjamin waren auch auf's Nest zurückgekehrt.

Immer noch on tour war die komplette Storchenfamilie vom Eichennest 4, Linus, Lina und Sputnik!

Es ist tatsächlich mal unbesetzt, das Nest von Linus, kein Sputnik zu sehen!!!

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Und noch ein Jungstorch ist völlig platt und hat sich schon zur Ruhe begeben: es ist Ari vom Eichennest 2

beim Neidhammelbrunnen, Geschwisterstorch Raphael ist mit der abendlichen Gefiederpflege noch nicht

ganz fertig

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Unter den fünf Schlafgästen, die um diese Zeit schon ein Plätzchen für die Nacht gefunden hatten, war auch der

DER A 3 V 72 auf dem Wassertor

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und ein junger Schweizer, der sich seit ein paar Tagen bei uns aufhält

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Aktualisiert ( Dienstag, den 27. Juli 2021 um 21:47 Uhr )
 
26.07.2021 Drucken E-Mail
Tagebuch
  
Montag, den 26. Juli 2021 um 20:27 Uhr

Keine besonderen Vorkommnisse aus meiner Sicht, ein ganz

normaler Storchentag, das tut auch mal gut!

Mama Bertas Lieblingsplatz zur Beaufsichtigung des Nachwuchses ist eine Eiche gegenüber vom Nest

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Raphael bringt das Gefieder noch rasch in Ordnung, Ari meint: "Mama, ist das wirklich Dein Ernst??? Müssen

wir heute schon wieder fliegen??? Das haben wir doch vor zwei Tagen schon mal probiert, reicht das denn

nicht?"

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Blick zur Mama

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Ari und Raphael am Nachmittag: Wir machen uns ganz klein, dann sieht keiner, dass wir immer noch zu Hause

hocken!

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Das Trio von Paul und Pauline war ebenfalls zu Hause

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Whisky wollte heute auch nicht ausfliegen

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Gustl wird sogar tagsüber noch gefüttert.....ach Toni, Du meinst es ja gut, aber so wird das nie was mit der

Fliegerei bei Gustl!

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Gustl am Nachmittag: "Es reicht doch, wenn Mama und Papa rumfliegen und mir Futter besorgen, da kann ich

ruhig im Nest bleiben"

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Lumi vom Bergahornnest ist wenigstens nur ab und zu auf dem Nest anzutreffen...

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Sputnik vom vierten Eichennest hat's auch nicht so mit der Fliegerei.....

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Gleiches Spiel bei MaLo und Grisu, ich war drei Mal bei den Nestern und alle drei Mal waren alle

Kandidaten, die grad erwähnt wurden, auf ihrem Nest.....

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So langsam mache ich mir Sorgen wegen unseren Jungstörchen, die einfach nicht fliegen wollen!

Frau Reinhard hatte heute angerufen, um ein paar Fragen über unsere Storchenpaare zu klären. Ich

erwähnte die flugunlustigen Jungstörche. Sie hat erzählt, dass dieses Phänomen heuer nicht nur in Isny

zu beobachten ist, in vielen anderen Nestern wollen die Jungstörche auch nicht fliegen. Sie müssten

jetzt aber viel trainieren, Muskulatur aufbauen, damit sie die große Reise, die sie alle bald antreten werden,

gut überstehen. Also Jungs und Mädels, haltet euch ran und trainiert fleißig, es ist nur zu eurem Besten!

 
25.07.2021 Drucken E-Mail
Tagebuch
  
Sonntag, den 25. Juli 2021 um 15:37 Uhr

Die ersten Kilometer in südwestlicher Richtung, also die Reiseroute unserer Störche, durfte

Mailo heute im Auto antreten. Ich war dann sehr erleichtert, als wir mit unserer

kostbaren Fracht an Bord auf dem Affenberg ankamen.

Die Tür zur "Notaufnahme"

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Mailo war bestimmt froh, dass er aus der kleinen Transportbox rausdurfte, dann humpelte er erst mal

flügelschlagend durch den Raum. Herr Dr. Hilgartner, der Leiter des Parkes, hatte uns schon erwartet und

begutachtete Mailo mit fachmännischem Blick. Er konnte mich gleich beruhigen, der Storch ist nicht ernst

verletzt, ein paar Tage in der Voliere, aber vor allem zuerst einmal Futter zur Stärkung, dann könne er sicher bald

wieder in die Freiheit entlassen werden. Mailo hatte bei mir nichts gefressen, ich hatte ihm nur immer wieder

etwas Wasser eingeflößt. In der Storchenstation werden den Störchen am Anfang die Eintagsküken gestopft,

aber erfahrungsgemäß futtern sie in Gesellschaft ganz schnell das ungewohnte Futter!

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Sobald sich die Pflegestörche in der Voliere so verhalten, dass man sie in die Freiheit entlassen kann, werden sie

mit einem Farbpunkt markiert (wir kennen das von unserem Nino, der flog auch als gepunkteter Storch in Salem herum)

dann kann man am Abend gut erkennen, ob der ausgewilderte Storch wieder zurückgekehrt ist.

Ich werde mich nächste Woche telefonisch in Salem melden und mich nach Mailo erkundigen.

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Mailo wird also bald wieder mit seinem vielen Kollegen dort in Salem um die Häuser ziehen können! Viele Tierfreunde

haben zusammengeholfen und dafür gesorgt, dass Mailo dochnoch Glück in seinem Unglück hatte! Die ganze Aufregung

hat sich gelohnt, und ich bin jetzt richtig erleichtert!

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Am Nachmittag eine Kontrollrunde bei den Isnyer Nestern. Da waren nur ganz wenige zu Hause - fast alle

ausgeflogen! MaLo und Grisu hatten ihren Ausflug vielleicht schon hinter sich und erholten sich jetzt

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Sputnik hütete das Nest, klar, irgendjemand muss die Nester ja bewachen...

http://www.isny.tv/images/phocagallery/2021/07_Juli/25.07.2021_2_010.jpg

...genau, es könnten ja Feinde vorbeikommen! Dieser Meinung war auch Lumi vom Bergahornnest

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Auf dem Eichennest 2 beim Neidhammelbrunnen standen zwei Störche. Jung oder alt? Von jedem etwas!

Es war Papa Franz war mit seinem Sprössling Ari

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Und plötzlich, als hätte er geahnt, dass das eine filmreife Szene wird, schwang sich Ari in die Lüfte

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Aufmerksam beobachtete der Papa die Flugkünste seines Sprösslings

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....der Start eindeutig wie ein Profi...

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Ari drehte ein paar Runden, kehrte dann in Richtung der Baumnester zurück, das Fahrgestell ausgefahren,

bereit zur Landung eierte er nach Jungstorchart herum und landete.....

"Ohjemine, wo bin ich denn jetzt hingeraten???"

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Macht nichts, Ari, Hauptsache wieder festen Boden unter den Füßen und heil gelandet. Und am Landeanflug,

da musst Du halt noch etwas feilen!

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Ari war auf dem Dach des Gymnasiums gelandet. Die Aussicht war auch nicht schlecht, aber da wollte er eigentlich

gar nicht hin. Keine Sorge, Ari, das wird schon noch!

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Auch Whisky vom Eschennest zog es heute in die Ferne, bzw. aus dem Nest heraus. Ich wollte ihn

fotografieren, plötzlich war er weg!

Eine Stunde später nochmal eine Kontrolle: Whisky war wieder an Bord des Eschennestes

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Zurück vom großen Ausflug und sichtlich müde: Peter, Benjamin und Frido (in der Mitte).

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24.07.2021 Drucken E-Mail
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Samstag, den 24. Juli 2021 um 19:55 Uhr

Treue Tagebuchleser wissen es genau: es lohnt sich, jeden Tag hier reinzuschauen,

die Störche bieten immer ein abwechslungsreiches Programm, Langeweile kommt

bei den Isnyern nie auf! Leider gibt's auch heute wieder traurige

Neuigkeiten, aber die gehören halt dazu - so ist's halt nun mal im Leben.

Ein Anruf am Morgen, da ahnt man schon nichts Gutes. Ein verletzter Jungstorch

aus Mailand, (bei Leutkirch) wurde gemeldet. Er war mit einem Auto kollidiert.

Engagierte Storchenfreunde vor Ort

hatten den armen Bruchpiloten schon bestens erstversorgt, eine Tierärztin

hatte ihn untersucht, keine Frakturen an den Flügeln und den Beinen, das war

schon mal gut. Eine Nacht hatte er dann bei einem Tierfreund verbracht, der seine

Gänse ausquartiert, und den Storch im Gänsestall einquartiert hatte. Das war natürlich

keine Lösung auf Dauer. Heute sollte der Storch auf einer Wiese wieder in die Freiheit

entlassen werden, er humpelte, das ist weiter nicht schlimm, aber er konnte auch

nicht wegfliegen und ließ sich problemlos auf der Wiese wieder einfangen. Frau

Reinhard wurde angerufen, die bei mir anfragte, ob er bei mir zur Kurzzeitpflege einziehen

könnte. Und so zog "Mailo" (weil er aus Mailand stammt) bei uns ein. Mailo ist ein

braves Storchenkind, kein solcher Rambo wie Manuel vor gut drei Wochen. Leider

mag er noch nichts futtern, er ließ sich aber Wasser in den Schnabel einflößen,

trinkt inzwischen auch selbständig - ein gutes Zeichen, vielleicht futtert er im Laufe

des Abends doch noch ein paar Küken. Ich vermute, dass er durch den Unfall

Prellungen erlitten hat, deshalb mag oder kann er nicht fliegen. Die Unterkunft

bei uns ist natürlich nur ein Notfallaufenthalt, Mailo braucht fachmännische Pflege

und Unterkunft. Ute Reinhard hat es geschafft, einen Pflegeplatz für Mailo in Salem

zu ergattern. Da bin ich riesig froh, dass wir ihn morgen froh hinbringen können und

dass sich dort die Fachleute um ihn kümmern.

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DER A 2 Z 78

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...Mailo belastet nur das linke Bein

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Ein Gewitter mit Hagel und Starkregen vorhin bei uns , da drückt man automatisch die Daumen,

dass all die vielen Störche, die sich zur Zeit in und um Isny aufhalten, alles richtig machen und gut durch das

schlechte Wetter kommen, unsere Notunterkunft ist zur Zeit schon besetzt!!!

Am Nachmittag dann eine Storchenrunde bei den Isnyern.

Whisky vom Eschennest war zu Hause. Auch wenn all unsere Jungstörche schon ausfliegen sollten, an einem

Tag wie heute bin ich dann doch ganz froh, wenn sie gesund und munter auf dem Nest sitzen.

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Ari und Raphael waren mit der Mama zu Hause

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Gustl vom Lindennest sah ziemlich vergnügt aus

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MaLo und Grisu

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Auf dem Paulinest scheinen zwei zu Hause zu sein!

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Sputnik

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Ein paar Jungstörche waren außer Haus: Inka und Manuel vom Rathausnest, Lenni vom Eichennest 3

Lea vom Strommastnest und Lumi vom Bergahornnest

Eine kleine Storchensuchrunde mit dem Rad musste sein. Vier Rotbeine waren im Anwander Moos, dort sind

Urs und Ursula sehr gerne. Ob das die komplette Rathausnestfamilie ist?

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Sie waren einfach zu weit weg. Es war sonnig und heiß, da war Insektensuche angesagt, und die finden

die Störche natürlich im hohen Gras, die Ringe sind nicht abzulesen.

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Die beiden auf der linken Seite, das könnten Inka und Manuel sein mit Urs und Ursula

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Auf der Wiese gegenüber waren noch drei andere Störche, da war auch ein Jungstorch dabei

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Wieder ein Stück weiter, hinter Kleinholzleute, standen 7 Störche, einer traute sich auf die frisch gemähte

Wiese - es war Julian!!!!!

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Den ganz großen Trupp habe ich nicht erwischt, aber bei Ratzenhofen waren nochmal fünf Störche

auf Futtersuche

 

 

 
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