Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

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12.02.2020 Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 12. Februar 2020 um 16:41 Uhr

Das Rätsel um den Storch, der gestern Abend auf dem Lindennest der Tonis saß,

bleibt weiterhin ungelöst. Heute Morgen um 7.30 war er schon weg, und am Nachmittag,

als ich trotz Schnee- und Graupelschauer durch die Gegend radelte, hab ich ihn nicht

entdeckt.

Zum Fotoshooting stellten sich netterweise Paul und Pauline heute in der Früh zur

Verfügung. Toll sehen die beiden aus und schön, dass sie wieder gesund und munter

in Isny gelandet sind, wenn die Begrüßung hier auch recht frostig ausgefallen ist! Das hatten

sich die beiden sicher anders vorgestellt.

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Am Nachmittag trotzten die beiden dem eisigen Westwind im Dornweidmoos in Schweinebach

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Die Kollegen vom Rathausnest verbrachten den Nachmittag auch dort auf der Wiese

Urs

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und Ursula

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Daumen drücken für besseres Wetter für morgen ist angesagt, denn da soll der Umzug des Finninestes stattfinden.

Storchentagebuchleser werden natürlich immer bestens informiert und können sich an dieser Stelle schon vorab das

neue Zuhause von Finn und Finja (wenn sie es denn annehmen!) ansehen!

Matthias Maier, der Zimmermann, hat mir die Bilder netterweise zugeschickt, und so konnte ich mir den Weg in die

Werkstatt in Sommersbach sparen! Vielen Dank dafür!

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Matthias ist bereits ein erfahrener Storchennestbauer. Er hat die Nisthilfen für alle Baumnester angefertigt.

 
11.02.2020 Nesterkontrolle am Abend Drucken E-Mail
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Dienstag, den 11. Februar 2020 um 20:35 Uhr

Die beiden unberingten Störche vom Nachmittag ließen mir einfach keine Ruhe!

Und so blieb mir nichts anderes übrig, als durch nasskaltes Wetter zu radeln,

um wenigstens im Dunkeln einen Blick auf die Baumnester auf dem Festplatz

zu werfen.

Es hat sich gelohnt!!! Meine Vermutung hat sich bestätigt:

Paul und Pauline sind wieder da!!!

Und noch eine weitere weiße Storchensilhouette zeichnete sich im

schwarzen Nachthimmel ab: auf dem Lindennest der Tonis saß

ebenfalls ein Storch!!!

Hat der Sturm die Störche nach Isny geblasen oder sind sie schon am Sonntag

Nachmittag zurückgekehrt?

Nest geputzt - schon sind sie da! Ganz klar, die Störche lesen das Storchentagebuch!!!

 
11.02.2020 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 11. Februar 2020 um 15:41 Uhr

Zuerst eine gute Nachricht: die schweren Sturmböen, die gestern Vormittag und heute

Nacht durch's Land fegten, haben nachgelassen und unsere Störche haben

alles gut überstanden.

Noch vor halb acht gönnten sich heute drei Störche ein gemeinsames Frühstück

in den Neutrauchburger Wiesen. Nicht hell genug und zu weit weg zur Feststellung

der Storchenpersonalien.

Bevor es am Nachmittag zu schneien begann, zwischen Regen- und Graupelschauern,

waren zwei Störche auf Futtersuche beim Segelflugplatz. Urs und Ursula, aber auch

Finn und Finja konnten in der letzten Zeit dort beobachtet werden. Aber jetzt kommt

die Überraschung und das Rätsel, das es jetzt zu lösen gilt: die zwei Störche waren

beide unberingt! Da kann man die Finnis und die Ursis ausschließen!

Hat der Sturm ein weiteres Storchenpaar nach Isny geblasen?

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09.02.2020 Drucken E-Mail
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Sonntag, den 09. Februar 2020 um 21:08 Uhr

Am Sonntag sind in Isny die Nesttester unterwegs!

Es war schon von weitem zu erkennen - das ist kein Storch,

der es sich da auf dem frisch renovierten Toninest bequem gemacht

hat!

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Noch kann sich der Graue solche Späße erlauben, ich glaube aber nicht, dass Toni, sobald er zurückkehrt,

mit einem Nesttausch einverstanden sein wird!

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Ein weiteres Nest, das auf dem Sendemast, wurde auf Herz und Nieren auf seine Tauglichkeit überprüft!

Es werden die Finnis gewesen sein, die es sich da oben gemütlich gemacht hatten und schon mal

durchcheckten, was alles renoviert werden muss. Denn die Nesterbauer Berti und Berta habe ich dieses

Jahr noch nicht gesehen. Ob die Finnis von dem geplanten Nestabbau Wind bekommen haben und sich

schon mal in Eigenregie auf die Suche nach einer neuen Herberge machen?

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Es gab aber auch zwei, die brav dort saßen wo sie auch hingehören! Urs und Ursula auf dem Rathausnest

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08.02.2020 Drucken E-Mail
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Samstag, den 08. Februar 2020 um 20:36 Uhr

Es ist wieder mal so weit - der Nestputz steht auf dem Programm des Storchenteams,

das Feuerwehrauto mit der großen Drehleiter ist startklar!

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Sonnenschein und trockenes Wetter, kein Wind, nicht die schlechtesten Voraussetzungen für

das Nestputzpersonal. Allerdings war es zu Beginn des Arbeitseinsatzes noch recht kalt. Dementsprechend

schwierig war es dann, den Nestinhalt rauszuhacken und aufzulockern, denn die Nester waren alle

durchgefroren.

Erste Station: das Eschennest der Sammys beim Schützenhaus.

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So sehen die Sammys die Baumnester der Kollegen

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Und wenn die Sammys in die andere Richtung gucken, dann haben sie Blickkontakt mit Urs und Ursula

auf dem Rathausnest

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Auch die Finnis und den Graureiher kann man auf ihren Nestern sehen!

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Die störenden Äste am Nest, die Sammy immer so geärgert hatten und an denen er immer rumgerüttelt

hat, die sind jetzt abgesägt! Das Problem bei den Naturnestern, also ohne Nisthilfe, ist, dass man auch auf

die Stabilität des Nestes achten muss und nicht alles abzwicken und absägen darf was absteht. So mancher

Ast sorgt für die nötige Stabilität des Nestes. Ich hoffe, wir haben alles richtig gemacht!

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Ein Blick auf den Höhenmesser im Korb der Drehleiter. Wir befinden uns in luftiger Höhe von 23.6 Metern!

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Aus der Ferne betrachtet ist gut zu erkennen, die störenden Äste sind weg!

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Anschließend wurde das Feuerwehrauto neben dem Jugendzentrum eingeparkt, das Bergahornnest

der Fränkis sollte an die Reihe kommen. Schon bei der Beringung im vergangenen Jahr war es äußerst

schwierig, das Nest zu erreichen. Frau Reinhard hing gut angeschnallt über der "Reling" des Drehleiter-

korbes und kam grad so an die Jungstörche ran.

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Jürgen schneidet den Weg zum Nest erst mal frei.

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Zum Greifen nahe und doch zu weit weg! Das Feuerwehrauto wurde nochmal umgesetzt, wir kamen etwas

näher ans Nest ran, aber es reichte immer noch nicht. Das Problem: Der Baum vor dem Bergahorn ist im

vergangenen halben Jahr gewachsen, an den Ästen kamen wir beim besten Willen nicht mit der Leiter

vorbei, es war zu gefährlich.

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mit ausgestreckten Armen und der langen Astschere erreichte Jürgen grade mal den Nestrand

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Versuch Nummer drei: das Feuerwehrauto auf dem Platz unterhalb vom Nest positioniert, und auch da

kamen wir nicht ans Nest

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Vierter und letzter Versuch, das Fahrzeug wurde nochmal umgeparkt, aber bei 29 Metern ist Schluss.

Es fehlte nicht viel, aber es reichte halt nicht, wir hatten keine Chance - leider! Der Arbeitseinsatz alleine

für dieses Nest dauerte ca. 1 Stunde!

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Dann kam das Strommastnest an die Reihe - ein "schnelles" Nest, gut mit dem Feuerwehrauto anzufahren und

auch mit der Drehleiter problemlos zu erreichen!

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Eine relativ kleine Storchenbehausung, dafür wucherte dort oben der reinste Urwald!

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...und nachher!

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Dann kam das Eichennest der Paulis an die Reihe

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Der Nestputz erforderte vollen körperlichen Einsatz!!!

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...auch hier mussten ein paar Zweige weichen, so weit wir halt drankamen! Wir waren mit dem Ergebnis

zufrieden, hoffentlich sieht Storch das genau so!

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Dann kamen die beiden Lindennester dran

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das Toninest

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Auch bei diesem Nest hatte meine kleine Gartenharke keine Chance - grobe Gewalt mit der Hacke war

gefragt!

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Und auch beim Toninest kann sich das Ergebnis sehen lassen!

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Damit man mit der Drehleiter die beiden LIndennester erreichen kann, muss das Feuerwehrfahrzeug den festen

Untergrund verlassen und in die Wiese fahren. Das ging in den ganzen Jahren immer gut. Aber heute war der

Untergrund einfach zu weich für das schwere Fahrzeug, es kam weder vor- noch rückwärts. Es mussten

Feuerwehrkameraden mit einem zweiten Fahrzeug herbeigeholt werden, die das Drehleiterfahrzeug mit der

Seilwinde wieder auf die Strasse zogen. Bis alles bereit war, lenkte Jürgen gekonnt wie immer die lange Dreh-

leiter nach oben zu den Nestern.

Im Vergleich zu den Nestern mit Nisthilfe ist das Nest von Hope winzig. Und da muss Storch schon Senkrecht-

starter sein, um von dort losfliegen zu können. Wir konnten natürlich nicht die ganzen dicken Stämme absägen.

Kein Wunder, dass Hona, der Fluganfänger vom letzten Sommer, dort nach dem Jungfernflug keine

Landung mehr schaffte und zum Übernachten auf's Strommastnest flog.

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Bei dieser Nestanfahrt musste ebenfalls der Weg dahin erst mal "gerodet" werden

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Das Mininest nach getaner Arbeit.

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Kompliment an unsere Störche! In den Nestern, in denen wir heute tätig waren, war nichts, was da nicht

hingehört hätte! Keinerlei Müll - das ist nicht selbstverständlich bei dem ganzen Zeug, was heutzutage leider

in der Gegend rumliegt. Lediglich im Nest von Hope fand  sich ein Stück eines dicken Kokosfaserseiles, wie man es

zum Bäume anbinden verwendet. Vielleicht wollte Hope sein Nest damit an den Baum binden?

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Die Nester waren geputzt, das Feuerwehrauto war wieder auf festen Untergrund gezogen worden...

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Ende gut, alles gut!

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Gegen 14 Uhr mussten wir den heutigen Einsatz wegen anderer Termine abbrechen. Das Resultat:

Vier Stunden Arbeit, sechs Nester angefahren, bzw. versucht anzufahren, fünf mit Erfolg gereinigt.

Kommende Woche steht dann der Umzug des Finninestes auf dem Programm. Die Wetterprognosen

sind bescheiden, der Termin wird erst kurzfristig festgelegt.

Dank an alle, die den Einsatz für die Störche ermöglichten, z. B. der Stadt Isny, die den Feuerwehreinsatz

genehmigte und den Feuerwehrkameraden, die in ihrer Freizeit für unsere Störche tätig geworden sind!

 

 

Aktualisiert ( Samstag, den 08. Februar 2020 um 22:16 Uhr )
 
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