Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

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11.08.2018 Drucken E-Mail
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Samstag, den 11. August 2018 um 22:31 Uhr

Was bahnt sich denn da an auf der Kastanie??? Hat Finja etwa einen Neuen???

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Ein diesjähriger Storch auf der Nikolaikirche, er lässt sich immer wieder mal bei uns blicken

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Ein altbekanntes "Gesicht" in der Isnyer Storchenszene, unser Sammy, der sich in seiner Heimatstadt

offensichtlich wohl fühlt und uns immer wieder einen Besuch abstattet, sein Schlafplatz heute: auf dem

Rathausdach

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Sieht ganz so aus, als mussten Urs und Ursula wieder das Feld, bzw. das Nest räumen, damit Otto und

Socke sich breit machen können

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Einfach schön, unsere Leuchtstörche am Abend!

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Das ist Lutz vom Buchennest, der sich auf dem Espantor fürchterlich aufregen muss, weil ein Kollege drüber

flog, der dazu anscheinend keine Überflugsrechte hat!

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..ein ganz neues Gesicht in der Isnyer Storchenszene...

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... dafür kennen wir alle diesen müden Storch, es ist Sara, Storchenkind von Peppi und Henriette von 2017

Sara liebt Schlafplätze auf Baukränen!

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links oben, das ist Sara, ihre beiden Kollegen sind leider unbekannt

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...noch ein neues Gesicht, er hatte sich einen Schlafbaum beim Schützenhaus ausgesucht

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Gegen 20 Uhr war noch kaum ein Schlafgast zu sehen, eine Stunde später hatten sich die Schlafplätze

wieder gut gefüllt

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Im Nest von Julia und Paul standen zwei Storchenkinder, Franz und Franziska haben das Nest nach wie vor

für sich, bei Familie Toni stand ein Storch auf dem Nest, ob alt oder jung, das war in der Abenddämmerung

nicht zu erkennen. Aber es klapperte noch laut und lange, als wir auf dem Heimweg waren, da kehrten

sicher noch ein paar Nachzügler zurück!

 
10.08.2018 Drucken E-Mail
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Freitag, den 10. August 2018 um 21:43 Uhr

Der große Storchentrupp ist weitergezogen, gegen 20.30 waren es "nur" ca. 25 Schlafgäste, die sich

ein Plätzchen für die Nacht gesucht hatten! Tolle Abendstimmung mit schwarzen Wolken im Osten,

der Vordergrund von der Abendsonne im Westen beleuchtet!

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...ein Indianer-Storch war heute auch dabei!

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Kein Glück hatte ich heute mit meinem persönlichen Hobby, den Ringnummern der Störche. Es waren

viele unberingte Störche dabei, viele Störche hatten auch schon ihr Schlafbein eingezogen oder

der Ring war so verschmiert wie bei diesem Kandidaten. Dem Schnabel nach ein Jungstorch, links

beringt, dann ist er nicht aus unserer Ecke, denn da wird in geraden Jahren rechts beringt. Vor

kurzem hatte ich einen links beringten Storch von 2018, der kam aus Raisting in Oberbayern.

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...noch schnell die Federchen sortieren...

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...und hier döst schon einer in der Abendsonne nach einem anstrengenden Storchentag

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Und was gibt's Neues von den Isnyer Stammstörchen?

Das sind Paul und Julia, die über die Mittagszeit das Nest für sich hatten. Paulchens schwarzer Punkt am

Flügel ist zur Zeit besonders gut zu sehen! Das Nachwuchsquartett der beiden war gestern Abend noch im Nest

heute Abend waren es zwei, vielleicht kam der Rest noch später nach Hause.

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Franz der Franzose mit seinem auffälligen Buchstabenfarbring war am Nachmittag alleine zu Hause

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...am Abend stand er mit Franziska zusammen auf dem Nest...

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...noch ein bißchen später - immer noch alleine. Ob Marlene, Leo und Matilda wieder abgereist sind?

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Storchenmama Antonia vom Lindennest genoss ihre heilige Mittagsruhe auf dem Nest...

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Am Abend war Storchenkind Nico alleine auf dem Nest. Gähn, ich bin müde, so bleibt bloß der Rest der Bande?

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Urs und Ursula genossen die Zweisamkeit auf ihrem Rathausnest, zu ihren Füßen hatten ein paar Kollegen auf

dem Dach Platz genommen

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...dann war es vorbei mit der Ruhe! Socke oder Otto drängte sich zwischen Mama und Papa!

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Familie Finni ließ sich bei unserer Abendrunde nicht blicken, die waren noch länger unterwegs.

Die Vogelwarte hat wieder geschrieben: Eiiner der abgelesenen Störche von vergangener Woche ist ein

Jungstorch von 2018 vom Affenberg bei Salem.

 

 

 
09.08.2018 Drucken E-Mail
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Donnerstag, den 09. August 2018 um 16:16 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Karlsson vom Dach geht es gut, er ist unverletzt, nur völlig erschöpft und vermutlich

unterernährt!

Wer hatte wohl die unruhigere Nacht? Karlsson in der Garage oder ich in meinem Bett? Putzmunter stand er

heute Morgen in seinem Ställchen, gefuttert hatte er nichts, und er wollte sich auch kein Wasser einflössen

lassen so wie gestern. Ich musste ihn dann erst mal wieder einfangen, dann wurde er in die Hundebox (freund-

liche Leihgabe) ins Auto (freundliche Leihgabe, die Box passte nicht in unser Auto) gesetzt...

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...dann ging's los in Richtung Salem. Karlssons Lebensgeister waren wieder geweckt, während der Fahrt kniete

er sich immer wieder hin und guckte oben aus dem Fenster raus - ich konnte ihn im Rückspiegel beobachten!

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Heckklappe auf - er kuschelt sich vorsichtshalber ins Eck

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...Karlsson wird hoffentlich bald wieder bei seinen Kollegen dort oben auf den Dächern stehen!

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Dann wie gewohnt  - der freundliche Empfang in der Storchenstation. Roland Hilgartner, der Leiter der Storchen-

station, untersuchte Karlsson gleich und gab Entwarnung. Er hat keine Verletzung an den Flügeln. Klar, mit einem

gebrochenen Flügel wäre er gar nicht auf's Dach gekommen. Er sein nur völlig erschöpft, was aktuell bei vielen

Jungstörchen zu beobchten sei. Bedingt durch die anhaltende Trockenheit ist es auch möglich, dass Karlsson

schon im Nest von den Eltern nicht ausreichend mit Nahrung versorgt werden konnte. Vielleicht hat er auch

schon viele Flugkilometer in den Flügeln gehabt, wir wissen ja nicht, wo er herkommt. Dann haben ihn wohl

Kraft und Mut verlassen, den Anschluss an seinen Trupp hat er anscheinend auch verloren, da wusste er nicht

mehr, was er machen sollte. Aber jetzt ist er in allerbesten Händen. Er wird erst mal aufgepäppelt und erhält dann

in den nächsten Tagen auch einen Ring verpasst . Herr Hilgartner ist zuversichtlich, dass er bald wieder in die

Freiheit entlassen werden kann, sofern sich in den nächsten Tagen keine Auffälligkeiten zeigen.

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Karlsson, rechts, muss erst mal Stress abschütteln...

...ich geh dann mal - tschüß!

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Glück im Unglück für Karlsson vom Friesenhofener Dach, der jetzt in der Voliere auf dem Affenberg sitzt und sich

bestimmt bald mit seinen Kollegen um die besten Schlafplätze streiten wird!

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08.08.2018 Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 08. August 2018 um 21:59 Uhr

Die Isnyer Storchengäste konnten heute einen ruhigen Abend verbringen, ohne, dass eine lästige

Kamera einen Blick auf die Ringe am Bein erhaschen wollte. Heute war ich anderweitig beschäftigt,

der Grund war: Karlsson vom Dach!

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Aufmerksame, besorgte Storchenfreunde aus Friesenhofen machten sich seit Montag Sorgen um diesen

unberingten Jungstorch, der auf dem Dach eines Einfamilienhauses gelandet war, aber sich nicht mehr

runtertraute. Alle möglichen Behörden und Spezialisten wurden angerufen, nur, wie kriegt man einen

Storch vom Dach, der ja offensichtlich da hin gekommen ist, da geht man davon aus, dass er fliegen kann,

das ist die logische Schlussfolgerung. Karlsson vom Dach wollte aber nicht vom Dach runter, die Feuerwehr

holen? Was macht der Storch dann in seiner Panik? Stürzt ab, wenn er doch nicht fliegen kann? Da steckt

leider keiner drin und es ist nicht leicht, eine richtige Entscheidung zu treffen. Die Storchenfreunde spritzten

ihn mit dem Gartenschlauch nass, da konnte er auch ein paar Schluck Wasser trinken - eine gute Idee.

Angebotene Fische, die auf's Dach geworfen wurden, nahm er nicht an. Heute Nachmittag hat sichKarlsson

wohl erschreckt, wollte doch wegfliegen, ging aber nicht, er landete im Garten des Nachbarhauses.

Dann erhielt ich einen Anruf mit der Bitte, nach dem Storch zu sehen. Die netten Storchenfreunde aus

Friesenhofen holten mich ab, und so stand Karlsson dann im Garten. Mein Plan war, ihn mit nach Hause

zu nehmen, die Notfallbox in der Garage aufzustellen, ihn mit Futter und Wasser versorgen und dann die

Storchenspezialisten in Salem um Rat zu fragen. Die fürsorglichen Friesenhofener Storchenfreunde hatten

sogar eine Hundetransportbox organisiert - perfekt, um den Storch zu transportieren, sogar Stroh lag schon

drin!

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Die Box kann ich für den Transport nach Salem ausleihen - ideal für den Storch und den Storchentaxi-

fahrer!

Dann der Anruf in Salem. Klarer Fall, ein flugunfähiger Storch muss in die Hände von Spezialisten. Da er keine

sichtbaren Verletzungen hat und gut zu Fuß war (ich musste ihn durch Gestrüpp und Brennesseln im Garten

verfolgen um ihn einzufangen), wollten wir den Storch erst mal zur Ruhe kommen lassen, nach dem ganzen Stress-

bei uns in der Garage ist er für eine Nacht gut aufgehoben. Morgen werden Karlsson und ich nach Salem fahren.

Er war zuerst völlig fertig - kein Wunder nach all dem, was er mitgemacht hat. Ich habe ihm mit einer kleinen Spritze

Wasser in den Schnabel gespritzt - hat er brav geschluckt und nach ca. 2 Stunden ist er dann auch wieder

aufgestanden, stand sogar vor seinem Futterschälchen. Aber kleingeschnittene Eintagsküken, da war er recht

ratlos - das ist ihm noch nie begegnet, die zappelten nicht mehr. Wir haben ihn aber jetzt ihn Ruhe gelassen,

vielleicht futtert er dann doch noch.

Inzwischen ist sein Käfig auch noch zusätzlich mit einer dicken Schicht Heu ausgepolstert

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08.08.2018 Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 08. August 2018 um 12:44 Uhr

Es gibt so viel zu berichten - womit soll ich anfangen?

Ein paar Rückmeldungen von abgelesenen Störchen sind eingegangen. Schon interessant,

wo die Jungstörche alle herkommen, die zur Zeit in Isny übernachten! Gestern waren es

wieder ca. 80, genau zu zählen ist unmöglich, sie fliegen auch in der Dunkelheit noch ein

und wechseln dann dauernd die Schlafplätze.

Einer unserer jungen Storchengäste der letzten Woche ist in Raisting in Oberbayern ge-

schlüpft, dann waren noch zwei Jungstörche aus Merkendorf in Mittelfranken und aus

Leutershausen, OT Weissenkirchberg in Mittelfranken dabei. Ute Reinhard gibt ihre Ring-

nummern erst zum Jahresende an die Vogelwarte weiter, da erhalten wir jetzt noch keine

Rückmeldungen. Nicht überall wird wie bei uns in geraden Jahren rechts, in ungeraden Jahren

links beringt. Einer der bayrischen Störche hat bei mir für Verwirrung gestiftet, 2018 geschlüpft

und links beringt. Alles überprüft und nochmal bei der Vogelwarte nachgefragt, man kann

beringen wie man möchte.

Traurige Nachrichten gibt es leider auch wieder. Zum dritten Mal innerhalb einer Woche

wurde ein toter Jungstorch aufgefunden, diesmal kein Stromopfer, sondern vermutlich

ein Verkehrsopfer, er wurde an der B 12 in Schweinebach gefunden. Schon tragisch, wenn

die erste große Reise nur von so kurzer Dauer ist!

 

Ein "evangelischer" Storchengast von gestern Abend - auf der Nikolaikirche

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...und das ist ein katholischer Storch auf der Georgskirche!

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Das ist unsere Finja auf ihrem heißgeliebten Sendemast

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Typisch, wenn man sich immer nur auf die Ringe konzentriert, vergisst man auch hin und wieder, den kom-

pletten Storch zu knipsen! Ein kopfloser Finn!

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...da war's noch relativ ruhig...

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Den dort oben auf dem Espantor kennen wir alle, es ist Sammy, ein Isnyer von 2017 vom Neidhammelnest,

der uns den ganzen Sommer über immer mal wieder besucht.

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Das ist Findus, A 3 M 75 vom Buchennest, Sprössling von Lutz und Lutzi, der mal wieder alleine auf dem Nest

steht, Lutz und Lutzi wählten wieder die Kamine in der Nachbarschaft als Nachtquartier

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Dieser unberingte Storchengast steht auf dem Dach der "Chemieschule", der NTA. Dort haben Isnyer

Storchenfreunde vor vielen, vielen Jahren einen Metallring als Nisthilfe anbringen lassen um Störche nach

Isny zu locken, er wurde aber

von den Rotbeinen noch nie angeflogen. Gestern war Premiere!!!

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Ich war schon auf dem Heimweg, da kam einer nach dem anderen geflogen und die Schlafplätze

füllten sich!

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komplette Besetzung im Eichennest von Paul und Julia - alle 4 Jungstörche an Bord!

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Paul und Julia müssen weiterhin auf ihrem Schlafbaum knibbeln...

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Die Freude über ein zurückgewonnenes Nest von Toni und Antonia war nur von kurzer Dauer, gestern Abend

waren mindestens zwei Jungstörche wieder zu Hause bei Papa Toni

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Im Nachbarnest sah's ähnlich aus, auch bei den Franzis hatten mindestens zwei Storchenkinder Heimweg und

waren wieder nach Hause gekommen, Franz und Franziska mussten sich zum Knibbeln wieder auf ihren

Flutlichtmasten zurückziehen.

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Knibbeltime bei den leider kinderlosen Peppi und Henriette

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