Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

10.02.2016 Drucken E-Mail
Tagebuch
  
Mittwoch, den 10. Februar 2016 um 15:35 Uhr

Die Presse möchte einfach eine tolle Story, einen "Reißer", und so war das Fernsehteam angereist, um über das flotte Liebesleben unserer Julia zu berichten. Der unglückliche Artikel in fast sämtlichen deutschen Print-Medien über Julias wilde Ehe mit Urs auf dem Rathausnest hatte das Fernsehen angelockt. Und die schienen mir dann doch recht enttäuscht, dass Jürgen und ich dementieren mussten und nur über brave Störche berichteten. Aber die treue Fangemeinde der Isnyer Störche weiß sowieso, wo (fast) jeden Tag aktuelle und  w a h r e  Infos über unsere Störche zu lesen sind, nämlich hier auf der Isnyer Storchenseite, im "Tagebuch" und im "Forum". Und eingefleischte Isny-Storch-Fans wissen natürlich auch, dass Julia nicht seit 16 Jahren in Isny überwintert, sondern seit 10 Jahren. Und außerdem ist uns allen bekannt, dass Romeo nicht im letzten, sondern im vorletzten Jahr gestorben ist. Jürgen hat sich bestimmt drei Stunden mit den Fernsehleuten unterhalten, und er hat mit Sicherheit  alles korrekt berichtet.

So, und nun zum Tagesgeschehen!

Die Sturmböen in der vergangenen Nacht waren wieder heftig, Paul und Julia trotzten dem dichten Schneetreiben in der Früh und hielten im Nest die Stellung.

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Der wässrige Neuschnee wär ja gar nicht so schlimm, aber durch den starken Westwind fühlen sich die Schneeflocken im Gesicht wie Eisnadeln an. Am Vormittag erschienen dann wie erwartet Paul und Julia mit dem grauen Gefolge am Futterplatz, nicht nur, weil sie hungrig waren, dort in der Ecke ist es auch etwas windgeschützt. Zuerst stellte sich die ganze Mannschaft ganz brav zum Gruppenfoto auf. Die Störche wussten genau, dass sie nicht rumtrödeln durften, denn es hatten sich insgesamt sechs Graureiher am Futterplatz eingefunden. Und Futter im Eimer serviert, das ging an so einem stürmischen Tag schon gar nicht. Und so kamen Paul und Julia gleich flott anmarschiert und begannen zu speisen, sobald das Futter ausgelegt war. Allerdings.....

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... landete der eine oder andere Happen natürlich im Reiher- oder Krähenmagen!

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Der Rekord aus früheren Zeiten liegt übrigens bei 12 Graureihern, die gleichzeitig mit den Störchen am Futterplatz standen.

Das Futterbuffet ist abgeräumt, jetzt ist wieder Energiesparmodus angesagt!

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Die anderen vier Störche lassen sich nicht in Futterplatznähe blicken, in der Ach hab ich sie auch nicht gesehen.