Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

12.07.2023 2.Teil Drucken E-Mail
Tagebuch
  
Mittwoch, den 12. Juli 2023 um 21:38 Uhr

Ein paar Bilder von unseren Bruchpiloten und von der Rettungsaktion

 

Bei der Verbundschule war dieser Jungstorch notgelandet. Es war einer, der anscheinend schon fliegen kann,

denn als wir ihn einsammeln wollten, war er weg.

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Diesen Unglückspiloten hatte der Sturm bis an die Friedsäule geblasen. Er war dort noch eine Weile

zu Fuß unterwegs, konnte dann aber auch aus eigener Kraft wegfliegen, wir haben ihn nicht mehr angetroffen.

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Zwischen Remise und Feuerwehr war Jungstorch Nummer drei unterwegs. Und das war einer, der noch nicht

fliegen kann.

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Wer noch nicht fliegen kann, kann natürlich leichter eingefangen werden. Er war allerdings recht gut zu Fuß, aber

dann mit vereinten Kräften recht gut einzufangen. In der Kiste war er erst mal in Sicherheit

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Der vierte arme Tropf stand auf dem Festplatz. Armer Kerl, da musste er heute noch richtig was aushalten,

denn die restlichen Zelte usw. wurden abgebaut, es war den ganzen Tag Action, dazu die Schulkinder.....

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Nach den vielen stressigen Stunden ließ er sich auch ganz gut einfangen

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Jetzt mussten die beiden erst mal geduldig in ihren Kartons ausharren.

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Nicht nur Isny war vergangene Nacht vom Unwetter betroffen, in weiten Teilen Oberschwabens gab es orkanartige

Böen, die viele Schäden verursachten. Und natürlich waren auch viele Storchennester, bzw. Störche betroffen.

Jürgen hatte versucht, Ute Reinhard zu erreichen, es war natürlich aussichtslos, an so einem Tag weiß sie ja auch

nicht mehr, wo sie zuerst helfen und eingreifen soll. Und einen Platz in der Auffangstation in Mössingen zu ergattern,

das war in der aktuellen Situation utopisch. Aber irgendwas musste ja geschehen mit den beiden Unglücksraben.

Ich hatte beobachtet, dass auf dem Lindennest 5 nur die beiden Altstörche (Oskar und Lilli) standen.

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Oskar und Lilli haben zwei Jungstörche, unberingt, die noch nicht fliegen können. Da waren es vermutlich

die beiden Jungstörche aus diesem Nest, die wir eingesammelt hatten. Aus der Not heraus wurde ein

abenteuerlicher Plan geschmiedet. Wir wollten die beiden Jungstörche wieder auf's Nest setzen. Da gab

es zwei Möglichkeiten: es klappt oder es klappt nicht. Kein Storchenexperte dieser Welt kann vorhersagen,

wie die Störche reagieren würden. Wir hatten aber keine andere Möglchkeit und wagten es einfach.

Jürgen konnte einen seiner Kameraden engagieren, der das Feuerwehrauto mit der großen Drehleiter fahren kann

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Die Kisten mit den Störchen wurden mit der Drehleiter zum Nest befördert, dann nahm ich den ersten Storch

heraus, setzte ihn auf's Nest. Jürgen deckte ihn sofort mit meiner alten "Storchenjacke" zu, dann war sofort der

zweite Storch an der Reihe. Icih konnte ihn auch problemlos neben den anderen auf's Nest setzen, beide

wurden zugedeckt, ein paar Sekunden gehalten...

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Die große Gefahr war natürlcih, dass die Störche aufspringen und versucheen

zu flüchten. Aber die beiden blieben ganz ruhig liegen, obwohl sie vorher

in den Kisten noch randaliert hatten.

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Die Anspannung war riesig. Würde alles gut gehen? Hatten wir richtig entschieden? 1000 Fragezeichen, Herzklopfen

pur, danach riesige Steine, die vom Herzen plumpsten, als die belden liegen blieben und wir wieder runterfahren

konnten.

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Ich blieb noch in Nestnähe um zu beobachten, allerdings fing es wieder an zu regnen, das nächste Gewitter, dunkel

wurde es auch, die Bilder sind dementsprechene.

Die beiden blieben ca. eine Viertelstunde liegen, dann kam der Papa nach Hause und fütterte.

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Ein aufregender Tag für die jungen Störche - zum Glück mit Happy-End!

 

Und während ich darauf wartete, dass die Altstörche auf's Nest zurückkehren, ein Blick zur anderen Seite zum

Bergahornnest 1: Da standen 5 Störche!!!Frank und Liese haben eigentlich nur noch zwei Jungstörche, die

nicht beringt wurden, weil die Feuerwehrleiter nicht bis ans Nest rankommt. Heute Abend stand aber noch ein

beringter Jungstorch dabei. Da hat einer unserer Fluganfänger nicht mehr nach Hause gefunden! Der Sturm

scheint so einiges durcheinandergebracht zu haben.

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