Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

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06.03.2018 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 06. März 2018 um 10:14 Uhr

5 Storchenpaare in Isny!!!

Gestern ist der erste große Storchenzug des Jahres in Isny angekomen! Wetterbedingt mussten wir heuer lange drauf warten.

Ein nebliger, nasser, grauer Morgen, trotzdem konnte man schon von der Birkenallee aus besetzte Baumnester auf dem Festplatz erkennen, links das Eichennest mit Paul und Julia, ganz rechts das Lindennest von Peppi und Henriette, Familie Toni (das Nest in der Mitte) war noch verwaist!

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Aber auch das Eichennest beim Neidhammelbrunnen war wieder bewohnt!

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Bevor die Sicht auf das Eichennest beim Ochsenkeller perfekt war, flog Julia leider weg. Der Storch der zurück blieb, war eindeutig unser Paul! Unberingt und mit seinem berühmten schwarzen Pünktchen auf dem Flügel! Jetzt wissen wir auch, warum es Urs gestern Nachmittag so eilig hatte, zu seiner Gattin auf's Rathausnest zurückzukehren!

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Nebenan auf dem Lindennest, das werden Peppi und Henriette sein. Der Storch ist rechts beringt, die Nummer war bei der schlechten Beleuchtung mit der kleinen Kamera leider nicht abzulesen und einen Blick auf die Storchenbeine des zweiten Storches im Nest war auch nicht zu erhaschen. Aber die beiden gingen vertraut miteinander um, es werden wohl die beiden vom vergangenen Jahr sein.

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Wer jetzt auf dem Eichennest beim Neidhammelbrunnen die unberingten Fred und Frederike vermutet hat, der liegt leider falsch! Die Identifizierung war auch bei schlechtem Licht ganz einfach, denn da stand ganz stolz unser französisches Buchstabenmännchen, also Franz der Franzose mit einer Partnerin. Deren Beine waren auch nicht zu sehen, aber das Wetter wird auch mal wieder besser, dann kommen eindeutige Bilder! Oh je, da ist Ärger auch vorprogrammiert, wenn die Nestbewohner vom Vorjahr eintreffen werden. Es war aber zu erwarten, dass sich die Franzis um dieses Nest bemühen werden, denn da hatten sie es sich im vergangenen Herbst schon gemütlich gemacht, als Fred und Frederike abgereist waren.

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05.03.2018 Drucken E-Mail
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Montag, den 05. März 2018 um 15:09 Uhr

Urs hat nach wie vor zwei Eisen im Feuer! Über Nacht konnte man nur einen Storch auf dem Rathausnest sehen, das wird Ursula gewesen sein, während sich Urs dort aufhielt, wo er weder von einer Webcam, noch von einer zweibeinigen Storchencam (wegen der Dunkelheit) gesehen werden konnte. Im Morgengrauen kehrte er dann reumütig auf's Rathausnest zurück zu seiner Ursula, die  - zurecht - recht reserviert am Nestrand stand. Da musste Urs schon alle Register ziehen, um bei seiner Storchengattin für gut Wetter zu sorgen!

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Die Versöhnungszeremonie hielt ihn allerdings nicht davon ab, kurz darauf in Richtung Futterplatz zu fliegen, um dort oben auf dem Hochhaus nach dem Futterspender Ausschau zu halten...

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Julia war natürlich auch gleich zur Stelle, nach dem Futterspender hielten sie vergebens Ausschau, bei frühlingshaftem Wetter kann sich Storch jetzt wieder selber verpflegen, aber man kann's ja mal versuchen!

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Urs zeigte sich dann am Vormittag wieder bei seiner Gattin, Julia war in den Neutrauchburger Wiesen kurz auf Futtersuche, dann stand sie wieder mit hängendem Kopf alleine auf ihrem Eichennest

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Um die Mittagszeit standen dann wieder zwei Störche auf dem Eichennest, auf dem Rathausnest war nur einer zu erkennen...

...eindeutig Julia, ihr Partner wollte sich nicht outen, denn zur Identifizierung braucht man schon beide Beine!

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...aber dann juckte es am Öhrchen, und Storch  musste das andere Bein aus dem Gefieder holen - ha, erwischt!!! Es war Urs!!!

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04.03.2018 Drucken E-Mail
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Sonntag, den 04. März 2018 um 17:18 Uhr

In der Früh sah es noch ganz nach einer schweren Beziehungskrise zwischen den Rathausstörchen Urs und Ursula aus. Ursula stand alleine auf dem Nest.....

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...während es sich Urs nach einem gemeinsamen Frühstück mit Julia auf deren Eichennest bequem gemacht hatte und sich ausgiebig der Gefiederpflege widmete. Es ist Sonntag, da will man doch gut aussehen!

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Julia pflegte ihre Federchen ebenfallls auf Hochglanz, dazu braucht sie stets viel Platz und nutzt gerne ein freies Nest in der Nachbarschaft, so lange die noch ungenutzt zur Verfügung stehen. Heute war es das Peppi/Henriette-Nest.

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Links Julia, rechts das Eichennest mit Urs

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....und von der anderen Seite, jetzt ist das Eichennest mit Urs links, Julia rechts auf dem Lindennest

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Eine Weile später hatten sie die Plätze gewechselt und sahen sich tief in die Augen, Julia auf ihrem Nest, Urs auf der "Terrasse" daneben

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...grübel grübel, für wen soll ich mich bloß entscheiden???

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...für die Julia, die schon am Nest rumbastelt?

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Die Entscheidung fiel zugunsten von Ursula aus, denn bald darauf konnte man Urs über die Webcam beobachten, wie er reumütig zu seiner Gattin auf's Rathausnest zurückkehrte.

Am Nachmittag gab's ein großes Storchentreffen in den Achwiesen, da wuselten plötzlich acht Störche herum, die alle nicht sehr dicke miteinander befreundet schienen. Es wurde kräftig gefaucht und mit den Flügeln geschlagen. Dann zog einer nach dem anderen wieder ab und flog Richtung Dornweidmoos.

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Die Rathausstörche waren nicht dabei, die haben ein Alibi!

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Aber kurz darauf landeten zwei Störche auf Julias Eichennest! War Paul wieder da?

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Bis ich allerdings vor Ort war um die Störche näher zu betrachten, stand Julia alleine dort oben. Ich war noch zweimal am Nest, Julia war alleine.

Vor lauter Storchenbeziehungsstress geht da fast unter, dass wir auch ganz brave Storchenpaare haben, die genau wissen, wo sie hingehören und zu wem! Finn und Finja sind gemeint, die seit heute wieder gemeinsam auf dem Kastaniennest stehen!

 

 

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 04. März 2018 um 20:09 Uhr )
 
03.03.2018 Drucken E-Mail
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Samstag, den 03. März 2018 um 16:34 Uhr

Alles wie gehabt beim Storchenfrühstück! Zum Glück hilft Urs bei der Verteidigung des Futtereimers, denn alleine hätte Julia gegen die beiden frechen Graureiher keine Chance! Als sich die Störche gestärkt hatten, flogen sie sofort wieder weg, Richtung Nest, das war das Ziel. Die beiden landeten zuerst auf Julias Eichennest, aber Urs setzte seinen Flug nach einem kurzen Zwischenstopp gleich fort und flog nach Hause auf's Rathausnest. Es war allerdings nur eine ganz kurze Stippvisite, das schweizer Storchenmännchen flog gleich wieder zurück in Richtung Futterplatz. Julia war inzwischen auf's Toninest rübergehüpft und widmete sich ausgiebig der Gefiederpflege. Das Wetter war ja gar nicht so schlecht, gut möglich, dass der eine oder andere Storch zurückkehrt, da wollte sie perfekt aussehen!

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Julia weiß aus jahrelanger Erfahrung, dass der Futterexpressnur einmal am Tag erscheint, wenn einem dann noch der Magen knurrt, muss man sich in Eigenregie in einem der vielen offenen Gräben um einen Nachschlag bemühen. Urs vertraut immer noch seinem treuherzigen Blick und hofft auf eine zweite Portion im Eimer. Pech gehabt, mein lieber Storch, der Eimer wird nur abgeholt!

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Um die Mittagszeit war über die Webcam zu sehen, dass Urs zweimal einen Storch in die Flucht schlug, der auf dem Rathausnest landen wollte.l Es ging alles so schnell, kann sein, dass er unberingt war, kann aber auch sein, dass es Julia war.

Eine Weile später stand Julia einsam und alleine auf ihrem Eichennest und klapperte immer wieder. Urs hütete sein Rathausnest

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Auf dem Rückweg von der Nachmittagsrunde war Julia am Storchengraben zu sehen, Urs im Hintergrund auf seinem Zuhause.

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Was auf den ersten Blick nicht zu erkennen war, links neben Julia steht noch ein Storch im Graben und sucht fleißig nach Futter. Den habe ich nur bemerkt, weil ich durch's Fernglas einen zeternden Graureiher beobachtete, der auch vor Ort war. Ausnahmsweise war das Reihergezeter mal nützlich! Der Storch bei Julia trägt einen Ring am linken Bein, vielleicht einer der Finnis?

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In der Zwischenzeit steht ein unberingter Storch auf dem Rathausnest. So, Urs, jetzt musst Du Dich entscheiden!

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02.03.2018 Drucken E-Mail
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Freitag, den 02. März 2018 um 16:19 Uhr

Es war Urs anscheinend ziemlich unangenehm, mit Julia gemeinsam auf dem Rathausnest zu sitzen und dabei über die Webcam von der gesamten Storchenfangemeinde beobachtet zu werden. Und so haben sich die beiden gestern Abend auch gleich wieder verkrümelt.

Heute in der Früh das übliche Spektakel am Futterplatz, Urs und Julia mussten wieder mit vollem Körpereinsatz den Inhalt des Futtereimers verteidigen. Die Störche klapperten, die Graureiher zeterten. Auf der anderen Seite der Birkenallee, ca. 200 Meter vom Futterplatz entfernt, stand ein weiterer Adebar im Graben, das muss ein Finni gewesen sein. Das Geklapper der Kollegen hat er mit Sicherheit gehört, hingeflogen ist er nicht.

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Nachdem sich Julia und Urs gut gestärkt hatten, flogen sie sofort zurück auf's Nest, auf Julias Eichennest wohlgemerkt. Dabei präsentierte Urs heute auch das Beweisstück, seinen Ring am linken Bein!

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Auf dem Rückweg von der Morgenrunde, als wir schon fast wieder die Häuser erreicht hatten, war plötzlich ein wohlbekanntes Rauschen über uns zu hören - Urs kam angeflogen! Er hatte uns vom Nest aus erspäht, durch die Zweige durch. Urs sieht auf jeden Fall ausgezeichnet, eine Brille braucht er bestimmt noch nicht! Sein Sicherheitsabstand wie üblich ca. 5 Meter, auf dem Bild sieht es viel weiter aus, das täuscht.

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Es ist gar nicht so einfach, diesen treuherzigen Storchenaugen zu widerstehen!

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Nach der Einkaufsrunde am späten Vormittag noch schnell ein Abstecher zu den Baumnestern, und siehe da: es wurde heftig geknibbelt!

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Eigentliich hat sich ja Julia einen Namen als Knibbelqueen gemacht, aber es war nicht unsere Storchendame, die knibbelte, es war Urs, der seine derzeitige Herzensdame beknibbelte!!!

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"Aufhören, Urs, wir werden schon wieder beobachtet!" Die zwei haben's auch nicht leicht. Jetzt haben sie sich schon der Webcam entzogen, da kreuzt dann dauernd die zweibeinige Storchencam auf! Ich möchte nicht wissen, was die beiden sonst noch treiben, wenn keiner zuguckt!

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Urs fühlt sich ertappt und guckt verschämt nach unten, nein, er kann kein Wässerchen trüben, er doch nicht!

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Da war noch stahlender Sonnenschein am späten Vormittag. Am Nachmittag kamen dicke Wolken, dazu blies wieder ein fieser Wind, diesmal aus Westen Urs stand auf dem Peppi/Henriettenest, dem höchsten Nest am Platze und hielt Ausschau. Und - wie könnte es anders sein - er hatte seinen zweibeinigen Futterspender wieder auf der Gassirunde mit dem Hund in der Birkenallee entdeckt, flog sofort los in Richtung Futterplatz und wollte wohl mitteilen, dass in seinem Bauch durchaus Platz für einen Nachschlag wäre. Julia flog natürlich hinterher, sie lässt ihren aktuellen Begleiter nur ungern aus den Augen.

Finn oder Finja flog am Vormittag Richtung Schweinebach ins Dornweidmoos.

 

 

 

 
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