Storchennest auf dem Isnyer Rathausdach

Tagebuch
05.09.2017 Drucken E-Mail
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Dienstag, den 05. September 2017 um 20:09 Uhr

Es sieht ganz so aus, als hätte der Isnyer Storchentrupp gestern nur ein ganz kurzes Gastspiel gegeben. Vermutlich sind sie nach einer Stippvisite wieder weitergezogen. Wollten sie die zurückgebliebenen Storchenpaare abholen um mit ihnen gemeinsam ins Winterquartier zu fliegen? Wir werden es leider nicht erfahren.

Paul und Julia als Frühaufsteher waren schon zeitig auf der üblichen Wiese beim Segelplatz zu sehen gewesen - die Bilder gleichen sich, deshalb gibt's keine aktuellen Aufnahmen von heute.

Urs und Ursula waren auch wieder zu ihrer Stammwiese bei Ziegelstadel geflogen

Ursula...

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Urs

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04.09.2017 Drucken E-Mail
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Montag, den 04. September 2017 um 19:41 Uhr

Die Nacht war ungewöhnlich kalt, nur 5° heute Morgen, aber die Sonne meinte es heute gut mit uns und bescherte uns einen herrlichen Spätsommertag - eigentlich ideales Wetter für reisende Störche! Ich war mir nicht mehr ganz sicher, wer von unseren Störchen noch alles an Bord ist - Peppi und Antonia hatte ich schon ein paar Tage nicht mehr gesehen, Toni eigentlich auch nicht. Nur Paul und Julia waren zuverlässig auf den Wiesen beim Segelflugplatz unterwegs gewesen. Und dass Urs und Ursula und die Finnis weiterhin die Stellung halten werden, das ist sowieso klar.

Die Storchennester waren bei meiner Morgenrunde alle leer - naja, nicht ganz. Die Fredis vom Eichennest beim Neidhammelbrunnen hatten anscheinend einen Housekeeper engagiert, der immer wieder mal nach dem Rechten sehen sollte...

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Paul und Julia hatten wie üblich ihren Posten beim Segelflugplatz beezogen und widmeten sich ausgiebig der Gefiederpflege, der Housekeeper der Fredis hatte sich inzwischen zu ihnen gesellt...

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Es ist Reisezeit bei den Störchen, und so rechnet man täglich damit, dass noch der eine oder andere ins Winterquartier ziehen wird. Aber das, was ich dann um die Mittagszeit beobachten konnte, das hat mich dann doch irgendwie sprachlos gemacht! Die Bilder sind alle heute zwischen 12 und 13 Uhr entstanden, die habe ich nicht vom Frühjahr oder Sommer aus der Schublade gekramt!

Es herrschte helle Aufregung im Storchenland, lautes Geklapper war überall zu hören..Urs und Ursula bewachten vorsichtshalber ihr Nest, das Nest der Finnis lag weitab von meiner Route, deshalb kann ich nicht sagen, ob sie auch Nestwache hielten...

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Paul und Julia hielten eine Knibbelrunde im Nest ab...

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...ein paar Meter weiter, auf dem neuen Lindennest, hatten sich Peppi und Henriette eingefunden...

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...eine Linde weiter regten sich Toni und Antonia fürchterlich auf...

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..die Brüder Toni und Peppi aus Neukirch-Wildpoldsweiler mit ihren Gattinnen...

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Das Eichennest der Fredis war unbesetzt. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie gehört er dazu, der Routineblick, der alle Baumspitzen auf dem Festplatz scannt - und das war gut so, denn da war noch jemand...wir alle kennen das Storchenpaar! Franz und Franziska sind wieder da!!! Das Storchenpaar vom Strommastnest hatte Isny nach dem Tod des Nachwuchses im Juli verlassen, seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen. Die beiden haben den Traum von einem Nest auf der höchsten Eiche am Platze anscheinend noch nicht aufgegeben, denn dort oben thronten sie heute!

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Auf dem Rückweg eine halbe Stunde später stand dann noch ein Storch auf dem Kaminnest...

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...und auch das Eichennest der Fredis war wieder besetzt!

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Storchenzug einmal anders - so ist das halt in Isny!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 
01.09.2017 Drucken E-Mail
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Freitag, den 01. September 2017 um 15:38 Uhr

Ich kann es nicht beweisen, nur vermuten, aber ich denke, dass sich ein Teil unserer Störche am Mittwoch auf die erste Etappe der langen Reise begeben hat. Eine Schlafplatzkontrolle wäre nötig, aber die konnte ich mir gestern Abend verkneifen bei den Wassermassen, die von oben kamen. Es könnte sein, dass der Jungstorch aus Bechtingers weitergezogen ist, außerdem habe ich Peppi und Antonia nicht mehr gesehen. Der linksberingte Storch, der jetzt alleine durch die Wiesen marschiert, das wird Toni sein. Paul und Julia sind wie üblich auf den Lieblingswiesen beim Segelflugplatz unterwegs. Und die Finnis standen heute auf dem Wassertor, bzw. auf dem Sendemast und brachten ihr Gefieder in Ordnung. Nach den heftigen Regengüssen war jetzt kein einziges Stäubchen mehr in den Federn, die Störche sahen alle picobello aus!

Toni? im Regen

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Finja auf dem Wassertor

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Finn auf dem Sendemast

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30.08.2017 - Nachtrag Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 30. August 2017 um 20:30 Uhr

Die Identität des unbekannten Jungstorches, der seit ein paar Tagen in Isny rumgeistert ist geklärt! Frau Reinhard hat die von mir abgelesene Ringnummer bestätigt: A1M02 Das nette an der Geschichte: Ich kenne den Jungstorch und habe ihn Anfang August an seinem Heimatort in Bechtingers bei Bad Wurzach schon beobachtet!

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Wie klein ist doch die Storchenwelt! Das wir zwei uns nochmal wiedertreffen, das hätte ich damals auch nicht gedacht!

In Bechtingers wurde er von den Kühen verscheucht, in Isny von ein paar wenig netten Altstörchen - armer kleiner Kerl!

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30.08.2017 Drucken E-Mail
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Mittwoch, den 30. August 2017 um 16:06 Uhr

Frau Reinhard war gestern Abend nach Isny gekommen, um vor Ort die aktuellen Storchenprobleme zu besprechen. Ob Urs und Ursula das Storchenteam erkannt hatte? Auf jeden Fall war vom Rathausnest Begrüßungsgeklapper zu hören!

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Das Geklapper wollte kein Ende nehmen, worüber regten sich die beiden denn bloß auf??? Der Grund stand am anderen Ende des Rathausdaches.....

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Es war unser einsamer Jungstorch, der dort oben in luftiger Höhe übernachten wollte. Das Storchenkind ist definitiv kein Isnyer, so wie ich es vermutet hatte, weil er immer mit den Tonis unterwegs war. Dazu später mehr.

Das war der Plan von unserem Kleinen.....

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Aber Urs und Ursula waren mit dem Schlafgast in ihrer Nähe überhaupt nicht einverstanden, und weil sich der Jungstorch auch durch gefährlichstes Klappern nicht von der Stelle bewegte, flog Urs los, um den ungebetenen Gast zu vertreiben. Der arme Kerl musste sich ein neues Schlafplätzchen suchen und nächtigte wie die Nacht davor auf dem Espantor. Das arme Störchlein kann einem schon leid tun! Er hat den Anschluss an seinen Storchentrupp verloren, und jetzt wird er von den Isnyer Altstörchen nicht gerade freudig aufgenommen. Gestern Morgen von Julia, am Abend von Urs verscheucht!

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Der heutige Morgen: Zärtliche Knibbeleien im Lindennest bei Familie Toni

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Überraschung!!!!! Ein Storch auf dem Lindennest nebenan - Peppi ist wieder da!!! Andernorts ziehen die Störche weg - in Isny kommen sie wieder zurück!

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Das gestandete Storchenkind war alleine unterwegs, in Sichtweite zu Paul und Julia, aber mit ordentlichem Sicherheitsabstand zur strengen Oberstörchin! Heute hatte der Kleine den Ring gedreht, ich konnte die Ringnummer ablesen, bin mir aber bei einem Buchstaben nicht ganz sicher, ich werde es erst prüfen lassen. Auf jeden Fall ist es keiner unserer sieben Jungstörche.

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Am Nachmittag hatte der Kleine Anschluss an Finn  und Finja gefunden, mit denen er bei Ratzenhofen auf Futtersuche gehen konnte.

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Ca. 4 Kilometer weiter, beim Hof Bachschwemme bei Friesenhofen-Bahnhof stand ein 13köpfiger Storchentrupp auf der Wiese und ruhte sich aus. Ob sich der Kleine diesen reisewilligen Störchen anschließen wird? Denn wenn er wartet bis die restlichen Isnyer Altstörche wegfliegen, dann kann er noch lange warten!

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